Olympia in Deutschland: Kommission setzt München vor Rhein-Ruhr und Berlin
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Ergebnisse der Olympiakandidaten-Evaluierung vorgelegt. Die Münchner Bewerbung liegt dabei mit 87,03 von 100 möglichen Punkten vor der Rhein-Ruhr-Bewerbung mit Köln als »Leading City« (85,02 Punkte). Mit einigem Abstand landete Berlin (74,6 Punkte) auf dem dritten Platz. Die Hamburger Bewerbung war nach einem negativen Referendum zurückgezogen worden.
Am kommenden Samstag wird in Baden-Baden auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB der deutsche Kandidat für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 gewählt. Für einen Sieg ist die absolute Mehrheit der Stimmen nötig.
Stimmberechtigt sind dabei jedoch nicht alle DOSB-Mitgliedsverbände, sondern nur die olympischen Fachverbände, das DOSB-Präsidium sowie acht persönliche Mitglieder des DOSB, darunter auch der Fußballprofi Leon Goretzka. Sie sind nicht an die Ergebnisse der Evaluierung gebunden und dürfen frei entscheiden.
Die Evaluierung des DOSB prüfte die Bewerbungsunterlagen in den Bereichen »Internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz«, »sportfachliche und operative Eignung«, »Vision und Legacy«, »Kosten und Finanzierung« sowie »Infrastrukturelle Sonderprojekte«.
6 Min Zur Merkliste hinzufügen In München (66,4 Prozent) und NRW (66) hatten sich bei Abstimmungen jeweils Mehrheiten für eine Bewerbung gefunden. In Berlin wurde keine Befragung durchgeführt, dafür gab es einen positiven Senatsbeschluss. Bei der Wahl am vergangenen Sonntag setzte sich jedoch die olympiakritische Partei Die Linke durch und bekräftigte bereits, kein Interesse an einer Bewerbung zu haben.
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