1860 München: Peinlich-Pleite im Landespokal - Jetzt müssen die Löwen Meister werden
Ob diese Rechnung aufgeht? Der ehemalige Drittligist 1860 München ist nach einer 1:3 (0:2)-Pleite im bayerischen Landespokal im Achtelfinale gegen Buchbach rausgeflogen. Die Feierabendmannschaft, die nur drei Mal die Woche trainiert, hat den Münchnern gezeigt: Der Neustart wird alles andere als leicht.
Nach dem Zwangsabstieg, der Insolvenz und der damit einhergehenden Trennung von Ex-Investor Hasan Ismaik (49) hat sich der Traditionsverein innerhalb von wenigen Wochen neu erfunden, kämpft jetzt in der Regionalliga um die Rückkehr in den Profi-Fußball. Dafür zählt jeder Cent. Umso mehr ist die Pleite im Landespokal bitter. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Runde im DFB-Pokal, kann mit über 200.000 Euro planen.
„Wenn wir Gas geben und in der Liga das erreichen, was wir erreichen wollen, ist das heutige Spiel auch irgendwann egal“, sagt Verteidiger Julian Bell (23). Ob diese Rechnung aufgeht?
Die Löwen müssen nun bayerischer Amateur-Meister werden, nur dann spielen sie nächste Saison im DFB-Pokal. Heißt: Meister in der Regionalliga oder eben so platziert, dass nur 2. Mannschaften wie zum Beispiel Bayern oder Nürnberg vor ihnen landen die sich generell nicht für den Pokal qualifizieren können.
Doch wie schwer das wird, zeigen die ersten Wochen. Im Pokal wurden die Routiniers wie Ex-Bundesligastar Florian Niederlechner (35), Keeper Vitus Eicher (35) und Tunay Deniz (32) geschont, da innerhalb von einer Woche drei Spiele absolviert werden mussten. Doch ohne die Oldies läuft es bei den Löwen (noch) nicht. Zwei Siege und drei Remis bedeuten aktuell nur Platz 7 in der Liga. Der erste Heimsieg als neue Löwen im Grünwalder Stadion lässt weiter auf sich warten – noch mindestens eine Woche. In der Liga geht es am Freitag (19 Uhr, live BR-Stream) in Vilzing weiter.
Das Warten auf eine Entscheidung bei der insolventen Fußball-Lizenzfirma (KGaA) hingegen hat ein Ende: Das Insolvenzverfahren ist offiziell eröffnet, am 1. Dezember steigt die erste Gläubigerversammlung. Die kleine Olympiahalle in München wird zum Gerichtssaal. Größter Gläubiger wird wohl die Agentur für Arbeit sein, die zuletzt drei Monate die Gehälter der Angestellten übernommen hatte. Und Ismaik? Der darf als Gesellschafter daran nicht teilnehmen. Seine Investments (rund 80 Millionen seit 2011) gelten als Rangrücktritts-Darlehen. Das heißt: Er wird als Letzter bedient. Ob Ismaik noch Schadensersatzklagen einreichen wird, ist noch unklar.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.