Samstag, 10. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Politik

Glosse: Das Streiflicht

Süddeutsche Politik ·
Glosse: Das Streiflicht

Wer seinen Blick nicht nur auf das Elend heftet, wird reich belohnt: Überall warten gute Nachrichten auf alle, die an die Zukunft glauben.

(SZ) Wenn man dieser Tage aufwacht, findet man sich in einer Welt wieder, über deren baldiges Ende man noch vor dem ersten Schluck Kaffee in Kenntnis gesetzt wird. Genauer: Die einzelnen Schritte, die zu ihrem Ende führen, sind fester Bestandteil der täglichen Nachrichten, und man muss schon ein sehr dickes Fell haben, um sich trotz allem für den anstehenden Tag zu rüsten und zumindest schon einmal jenen ersten Schluck Kaffee zu trinken, von dem eben die Rede war. Hatte man am Vorabend noch alle Aktienpakete gesichtet und mit Wohlwollen auf die Fristen der Lebensversicherungen geschaut, ploppt nun überall die Meldung auf, dass wir das Jahr 2030, also das Fälligkeitsdatum, gar nicht erreichen werden. Der Grund: Eine künstliche Intelligenz mit einer Charaktermischung aus Dracula und Alice Weidel werde uns alle am Ende des Jahrzehnts zu Staub algorithmisiert haben. Wir sind also selbst alle fällig, ehe die Versicherung fällig wird. Und trotzdem: Es gibt Trost, sehr viel Trost. Ihn zu finden und zu empfinden, ist eines jeden einzelnen Aufgabe, und sie ist verhältnismäßig leicht zu bewerkstelligen. Schon ein flüchtiger Blick in den Spiegel lässt die meisten Menschen (es gibt nur eine Ausnahme) frohlocken: „Gütiger Himmel, ich bin nicht Friedrich Merz!“

Vollständigen Artikel bei Süddeutsche Politik lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.sueddeutsche.de — der Inhalt gehört Süddeutsche Politik.

Mehr von Süddeutsche Politik

Alle ansehen ›

Mehr in Politik

Alle ansehen ›