Weniger Gewalt und Müll : Deutsche Bahn verbietet Alkohol an Bahnhöfen – verkauft ihn aber in ihren Zügen
Immer wieder greifen betrunkene Fahrgäste Bahnmitarbeiter an.
Ab dem 15.
Oktober gilt deshalb ein Alkoholverbot an Bahnhöfen.
Ausgenommen: die Deutsche Bahn selbst.
Wer sich mit einem Bier oder einem Gläschen Sekt auf eine anstehende Reise einstimmen will, hat künftig schlechte Karten: Ab Donnerstag, den 15.
Oktober, verbietet die Deutsche Bahn Alkohol in allen 5400 deutschen Bahnhöfen.
Das Verbot gilt im Bahnhofsbereich und auf den Bahnsteigen.
Bei Verstößen droht ein Platzverweis, im Wiederholungsfall kann die Bahn von ihrem Recht als Hausherrin in Bahnhöfen Gebrauch machen und ein Hausverbot aussprechen.
Ziel des Alkoholverbots sei es dem Konzern zufolge, die Sicherheit für die Mitarbeitenden und Reisenden zu verbessern. „Zu oft mussten wir feststellen, dass dort, wo zu viel Alkohol fließt, auch die Gewalt zunimmt“, sagte Bahnchefin Evelyn Palla im Juli dazu. „Wir greifen durch: Wir verbannen das Alkoholtrinken aus unseren Bahnhöfen .“ Alkoholverbot in Bahnhöfen – aber nicht im Bordrestaurant Bereits vor der Einführung des bundesweiten Verbots waren 30 Bahnhöfe alkoholfrei, im September kamen vier weitere Bahnhöfe hinzu.
Der Bahnchefin zufolge hätte das dort geltende Alkoholverbot einschlägige Ergebnisse gezeigt: „Alkoholfrei heißt: weniger Gewalt und weniger Müll.“ Das Bizarre: An Bord ihrer Züge verkauft die Deutsche Bahn weiterhin Alkohol. „Die Gastronomie bleibt von dem Verbot ausgenommen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.
Auch darf in den gastronomischen Betrieben innerhalb der Bahnhöfe weiterhin Alkohol getrunken werden.
Reisende dürfen zudem alkoholische Getränke weiterhin mitnehmen, sofern sie verschlossen im Koffer, Rucksack oder nach einem Einkauf mitgeführt werden.
Mutmaßlicher Betrunkener greift Kontrolleur an In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen alkoholisierten Fahrgästen und Bahnmitarbeitern gekommen.
Im Juli etwa war eine Fahrkartenkontrolle mit einem mutmaßlich betrunkenen Fahrgast in eine körperliche Auseinandersetzung ausgeartet.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.