Trotz Ticket in der Tasche - Influencer verliert Finger bei Festival-Einbruch
Rio de Janeiro (Brasilien) – War dieser Livestream die schlechteste Idee seines Lebens? Der brasilianische Influencer Lodk7777 (31) wollte seinen Zuschauern beweisen, wie leicht man die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Musikfestival „Rock in Rio“ aushebeln kann. Doch der Plan ging schief: Beim Überwinden eines Zauns verlor er einen Finger.
Eigentlich hatte Adalton Rodrigues, wie er bürgerlich heißt, schon ein Ticket in der Tasche. Für seinen Livestream suchte er dennoch nach einem heimlichen Weg aufs Gelände. Dabei kletterte er über einen abgesperrten Bereich rund um die Veranstaltungsfläche. Seinen Schilderungen zufolge blieb er mit einem Ring an seiner rechten Hand am Zaun hängen.
Der Influencer bemerkte zunächst nicht, wie schwer er sich verletzte. Erst nachdem er auf der anderen Seite gelandet war, wurde ihm der Unfall bewusst. Gegenüber brasilianischen Medien gab Rodrigues später an, ein Begleiter habe ihn auf die Verletzung aufmerksam gemacht. Laut den Berichten wurde er in das Hospital Municipal Lourenço Jorge eingeliefert, operiert und daraufhin wieder entlassen. Sein Ringfinger musste amputiert werden.
Inzwischen zeigt sich der 31-Jährige reumütig. Die Idee hinter dem Manöver sei gewesen, mögliche Schwachstellen in der Sicherheit von „Rock in Rio“ aufzudecken. Rückblickend bereue er es jedoch. Das Video des Unfalls habe er gelöscht. Nach eigenen Angaben wolle er damit verhindern, dass die drastischen Aufnahmen Probleme für seinen Twitch -Kanal verursachen.
„Rock in Rio“ zählt zu den weltweit größten Musikfestivals . Es wurde 1985 gegründet und lockte zuletzt Hunderttausende Besucher nach Rio de Janeiro. Auf den Bühnen standen im Laufe der Jahre unter anderem Queen, Iron Maiden, Guns N’ Roses, Beyoncé und Justin Timberlake .
Auch die Veranstalter äußerten sich nun. „Rock in Rio“ bedauerte den Unfall und erklärte, dass der betroffene Bereich kontrolliert werde und nur autorisierten Personen zugänglich sei. Zudem warnte das Festival vor den Gefahren solcher Aktionen. Laut Organisatoren überwachen mehr als 2000 Sicherheitskräfte und zahlreiche Kameras das Gelände.
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