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EU strebt Handelsabkommen mit einzelnen ASEAN-Staaten an

Deutsche Welle ·

Die EU und mehrere südostasiatische Länder werden voraussichtlich Mitte 2027 ein Freihandelsabkommen unterzeichnen. Sechs der elf ASEAN -Mitgliedstaaten werden bis dahin bilaterale Verträge zum Warenaustausch mit der Europäischen Union abgeschlossen haben. Vietnam und Singapur sind bereits heute Freihandelspartner der EU.

Die Verhandlungen mit Indonesien sind abgeschlossen. Jakarta will den Vertrag im Oktober unterzeichnen und ihn im Jahr 2027 umsetzen. Auch mit Thailand und Malaysia sind die Gespräche weit fortgeschritten. Beide Abkommen sollen bis Ende des Jahres oder Anfang 2027 abgeschlossen werden. Anfang dieser Woche verkündeten die EU und die Philippinen eine "grundsätzliche Einigung". Die endgültige Finalisierung soll in den kommenden Monaten erfolgen.

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Das Engagement der EU beim Handel und Investitionsangelegenheiten sei gegenüber den ASEAN-Staaten "so hoch wie nie zuvor", sagt Chris Humphrey, Geschäftsführer des EU-ASEAN Business Council, im Interview mit der Deutschen Welle (DW). Der bilaterale Warenhandel erreichte im Jahr 2026 einen Wert von 274,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gegenüber 2016 betrug das Wachstum sogar 50 Prozent.

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Der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ist mittlerweile der drittgrößte Handelspartner der EU außerhalb Europas, unmittelbar hinter den USA und China . Diese Woche fand in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, der ASEAN-EU-Wirtschaftsgipfel statt. Die Wirtschaftsminister der ASEAN-Staaten und der EU-Handelskommissar bekräftigten eine verstärkte Zusammenarbeit, um sich vor zunehmenden geopolitischen Spannungen sowie deren Folgen zu schützen, wie Handelsbarrieren und regionale Konflikte, die "die regelbasierte internationale Ordnung" gefährden.

Brüssel baut derzeit sein weltweites Netzwerk an Handelsabkommen aus, um neue Märkte zu erschließen und widerstandsfähigere Lieferketten zu entwickeln. Südostasien steht im Mittelpunkt der Lieferketten für Halbleiter, Elektronik, Elektrofahrzeuge und Batterien. Zudem wird dort vermehrt in Rechenzentren, erneuerbare Energien und digitale Dienste investiert.

Laut einem jüngst veröffentlichten Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) bilden die elf ASEAN-Mitgliedstaaten bereits eine Wirtschaftsunion mit einer Wirtschaftsleistung von 4,5 Billionen US-Dollar. Das durchschnittliche jährliche Wirtschaftswachstum beträgt mehr als 4,5 Prozent.

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Hinzu kommt, dass viele internationale Konzerne verstärkt in diese Länder investieren, um ihre Produktion zu diversifizieren und ihre Abhängigkeit von China zu verringern.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

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