In Dubai festgenommen: Gefasster Windkraftbetrüger Holt - Auslieferung ungewiss
Nach seiner Festnahme in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Rückkehr von Hendrik Holt nach Deutschland offen.
Nach der Festnahme des Windkraftbetrügers Hendrik Holt in Dubai ist dessen Auslieferung nach Deutschland ungewiss. „Das kann nicht prognostiziert werden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit Blick auf einen Auslieferungstermin.
Der Betrüger wurde am Dienstag in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen.
Der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt war Ende August nach einem genehmigten Ausgang im offenen Vollzug nicht zu seinem Berliner Gefängnis zurückgekehrt.
Seitdem war er auf der Flucht.
2022 wurde er vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt.
Bereits 2020 war er ein erstes Mal gefasst worden.
Holt hatte unter anderem Windparks, die es gar nicht gab, an ausländische Stromkonzerne verkauft.
Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
Behörden stellen Auslieferungsgesuch Die deutschen Behörden stellen nun ein Auslieferungsgesuch an die Vereinigten Arabischen Emirate.
Wie erfolgversprechend das ist oder wie schnell das abgearbeitet wird, ist unklar. „Gesicherte Erfahrungswerte dazu liegen hier nicht vor“, teilte die Osnabrücker Staatsanwaltschaft mit Blick auf Auslieferungen aus den Emiraten mit.
Die Ermittler hatten weltweit mit einem Europäischen Haftbefehl nach Holt gefahndet - bei einer Festnahme in an dem System teilnehmenden EU-Ländern wäre eine Überstellung nach Deutschland daher verhältnismäßig einfach gewesen.
So ist die Lage jetzt kniffliger.
Ermittler: Keine Angaben zur Fluchroute Doch wie kam Holt überhaupt nach Dubai? Genaue Angaben zu dessen Reiseroute machen die Ermittler mit Verweis auf verdeckte Zielfahndungsmaßnahmen nicht.
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