Nach Macklemore-Rauswurf: Ed Sheeran kritisiert Hamas-Überfall und Israels Reaktion
Der britische Popstar Ed Sheeran hat bei seinem ersten Konzert nach dem Tournee-Rauswurf von US-Rapper Macklemore wegen pro-palästinensischer Äußerungen nun selbst klare Worte zum Nahost-Konflikt gefunden und dabei beide Seiten kritisiert. „Was im Gazastreifen passiert, ist katastrophal und nicht zu rechtfertigen und unverhältnismäßig“, sagte Sheeran mit Blick auf Israel am Samstag (Ortszeit) bei dem Auftritt in der US-Stadt Philadelphia.
Zugleich kritisierte er den Angriff der islamistischen Hamas aus dem Gazastreifen auf Israel als „grausam“.
Einige Fans boykottierten das Konzert und nahmen stattdessen an einem pro-palästinesischen Protest teil.
Sheeran brachte seine Trauer „angesichts des Ausmaßes der Zerstörung und des Verlustes des Lebens von Zivilisten und des Lebens von Kindern“ im Gazastreifen zum Ausdruck.
Auch die „systematische Ungerechtigkeit“ im Westjordanland dürfe „nicht ignoriert werden“.
Israel nannte er dabei nicht explizit.
Zugleich betonte der Musiker, die Angriffe der islamistischen Hamas auf Israel am 7.
Oktober 2023 seien „grausam“ gewesen.
Macklemore war Anfang September vor zwei Konzerten von Sheeran im MetLife Stadium bei New York aufgetreten.
Dabei rief er unter anderem „Free Palestine“.
Am Montag erklärte der Rapper in Onlinediensten, Sheeran und dessen Team seien nicht für seinen Rauswurf verantwortlich gewesen.
Hinter der Entscheidung stand stattdessen der Milliardär und Stadionbesitzer Robert Kraft.
Sheeran wurde daraufhin vorgeworfen, sich nicht gegen Macklemores Ausschluss zur Wehr gesetzt zu haben.
Mehrere weitere Künstler verließen seine Tournee ebenfalls, darunter der Sänger Finneas, Bruder von Billie Eilish.
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