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Expertin erklärt - So schützen Sie Ihr Türschloss vor Angriffen mit Säure

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Expertin erklärt - So schützen Sie Ihr Türschloss vor Angriffen mit Säure

Wenn die Tage kürzer werden und die dunkle Jahreszeit beginnt, beschäftigen sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer verstärkt mit dem Thema Einbruchschutz. Neben stabilen Türen, sicheren Fenstern und modernen Schlössern sorgt dabei auch eine eher ungewöhnliche Methode immer wieder für Aufmerksamkeit: Täter sollen versuchen, Türschlösser mithilfe von Säure zu manipulieren. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich, und wie können sich Bewohner schützen?

Bei der sogenannten Säure-Methode versuchen Täter, den Schließzylinder einer Tür durch den Einsatz aggressiver Chemikalien zu beschädigen. Ziel ist es, das Schloss unbrauchbar zu machen und sich so Zugang zur Wohnung oder zum Haus zu verschaffen. Welche Schutzmaßnahmen gegen solche Angriffe sinnvoll sind und worauf Eigentümer achten sollten, hat die Berliner Polizei auf Anfrage von myHOMEBOOK erklärt.

Häufig bleibt es bei einem Einbruch oder dem Versuch mit Säure nicht bei einem defekten Schloss. „Allerdings ist das Schadensbild teilweise ungleich höher, da auch die Peripherie um das Schloss bzw. die Tür herum durch die Säure angegriffen wird“, sagt Polizeisprecherin Jane Berndt. Betroffen sein können unter anderem Bodenbeläge und angrenzende Bauteile.

Die Instandsetzung kann dadurch deutlich aufwendiger werden. Nach Angaben der Polizei müssen in manchen Fällen neben dem Schloss auch weitere beschädigte Bereiche rund um die Tür erneuert werden.

Wer nach Schutzmöglichkeiten sucht, stößt schnell auf sogenannte säurebeständige Schließzylinder. Doch die Berliner Polizei bewertet solche Produkte zurückhaltend. „Nach Kenntnisstand der Einbruchsschutzberatung, die in der Präventionsabteilung beim Landeskriminalamt ansässig ist, konnte bislang jedoch keines dieser Produkte in entsprechenden Tests überzeugen“, erklärt Berndt.

Als sinnvoller gelten sogenannte Visierbeschläge. „Ein Visierbeschlag schützt den Profilzylinder, sodass Säure nicht in den Schließkanal eingeführt werden kann“, so die Sprecherin.

Grundsätzlich rät die Polizei jedoch zu einem umfassenden Einbruchschutz. „Fast alle Einbrüche werden mit einem Hebelwerkzeug begangen“, sagt Berndt. Bei Verdacht auf einen Säure-Angriff sollten Betroffene sofort Polizei und Feuerwehr verständigen, den Bereich verlassen und Hautkontakt mit möglichen Rückständen vermeiden.

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