Erinnerung an Attentat: Menschenkette stoppt AfD-Rechtsaußen Tillschneider
Eine Menschenkette hat dem AfD-Politiker Tillschneider den Zutritt zum Gelände der Synagoge in Halle verwehrt.
Nach längerer Diskussion gibt der AfD-Mann auf und verlässt den Ort schließlich wieder.
Der AfD -Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Tillschneider hat versucht, an der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an das antisemitische Attentat in Halle teilzunehmen.
Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Halle bestätigte, wollte Tillschneider das Gelände der Synagoge kurz vor Beginn der Gedenkveranstaltung am Mittag betreten.
Mehrere Anwesende bildeten aber eine Menschenkette vor dem Eingang zu dem Gelände und hinderten den Politiker so an der Teilnahme an der Veranstaltung.
Die AfD wird in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuft.
Sie gewann dennoch die Landtagswahl im September, Tillschneider wurde am Dienstag zum Vizepräsidenten des neuen Landtags in Magdeburg gewählt.
Die Teilnehmer der Menschenkette in Halle protestierten gegen den Besuch Tillschneiders bei der Gedenkveranstaltung .
Es habe sich um eine spontane Versammlung gehandelt, so die Polizei.
Mitglieder der Versammlungsbehörde hätten zwischen Tillschneider und den Demonstrierenden vermittelt, die Situation sei ruhig geblieben.
Nach längerer Diskussion habe der AfD-Politiker den Ort schließlich verlassen.
Ministerpräsident und Amtsvorgänger Haseloff vor Ort In mehreren Veranstaltungen wird in Halle heute der Opfer des antisemitisch motivierten Anschlags an der Synagoge vor sieben Jahren gedacht.
Auch der geschäftsführende Ministerpräsident Sven Schulze und sein Amtsvorgänger Reiner Haseloff (beide CDU) nehmen am Gedenken teil.
Rechtsextremist erschoss vor sieben Jahren zwei Menschen Am 9.
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