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New York: Fehlendes Personal soll tödliche Kollision in LaGuardia begünstigt haben

Der Spiegel ·
New York: Fehlendes Personal soll tödliche Kollision in LaGuardia begünstigt haben

Das Wetter über New York war nicht gut am späten Abend des 22. März 2026. Heftige Regenfälle hatten am Flughafen LaGuardia, einem der drei großen Flughäfen der Millionenmetropole, schon während des Tages für Verspätungen gesorgt. Auch, als die Nacht anbrach, stand noch Wasser auf den Startbahnen. Die wetterbedingten Flugverspätungen führten dazu, dass sich die Zahl der Ankünfte und Abflüge nach 22 Uhr mehr als verdoppelte, verglichen mit der ursprünglichen Planung.

Und dann brach um 23:18 Uhr Ortszeit United Airlines Flug 2384 seinen Startvorgang ab: Erst hatten Warnleuchten den Piloten Vereisungen angezeigt, dann verbreitete sich in der Passierkabine der Boeing 737 ein »unangenehmer Geruch«. Der Jet bremste und hielt irgendwo im Nirgendwo, und im emsigen Flugbetrieb war kein Weg offen, ihn zurück zum Terminal zu leiten.

Um 23:37 Uhr wiesen die Fluglotsen im Tower das Feuerwehrfahrzeug 35 an, Flug 2384 Hilfe zu leisten. Fahrzeug 35 führte als »Truck 1« einen Konvoi an, zu dem neben vier weiteren Löschfahrzeugen auch ein Polizeiwagen und ein Treppenfahrzeug gehörten.

Eine Minute später kreuzte »Truck 1« bei noch immer schlechter Sicht eine Landebahn, und Air Canada Express Flug 8646 aus Montreal bohrte sich mit 170 km/h Geschwindigkeit in seine hintere rechte Seite.

Sekundenbruchteile vor dem Zusammenprall sahen offenbar sowohl die Piloten, als auch die Feuerwehrleute die Kollision kommen: Der Jet bremste kurz und heftig vor dem Aufprall, und der Fahrer des Feuerwehrwagens hatte noch versucht, sein Fahrzeug aus dem Weg zu lenken. Vergeblich: Mehr als 32 Tonnen Flugzeug trafen auf ein Fahrzeug, das leer mindestens 28 Tonnen und voll betankt bis zu 34 Tonnen wiegt.

Der Truck überschlug sich mehrfach, aber das Flugzeug erwischte es schwerer. Die Piloten starben, als ihr Cockpit komplett zerrissen wurde. Eine Flugbegleiterin, die auf einem Sitz an der Rückwand des Cockpits angeschnallt saß, schleuderte es über 100 Meter weit hinaus auf die Landebahn. Sie überlebte schwer verletzt, wie auch die zwei Feuerwehrleute. 35 Passagiere und eine weitere Flugbegleitung mussten behandelt werden, sechs von ihnen wegen schwerer Verletzungen. Es war das schlimmste Desaster, dass LaGuardia seit 1992 erlebt hatte.

Seitdem laufen die Ermittlungen, denn schon früh war klar geworden, dass die maßgebliche Unfallursache weder der abgebrochene Start von Flug 2384, noch das Wetter oder die Fahrweise der Feuerwehrleute war, sondern im Tower des Flughafens saß.

Dort machten zwei Fluglotsen Dienst, was im regulären Nachtbetrieb so vorgesehen war. Nicht vorgesehen war dagegen sowohl das erhöhte Flugaufkommen, als auch die Tatsache, dass zwei weitere Fluglotsen, die als Backup hätten Hilfe leisten können, nicht mehr im Tower waren: Die beiden hatten sich vorzeitig und unautorisiert in den Feierabend verabschiedet.

So richten sich die laufenden Ermittlungen offenbar auch nicht gegen die Fluglotsen, die noch Dienst taten. Da das Ferwehrfahrzeug über keinen Transponder verfügte, konnte ein Bodenüberwachungssystem im Tower seine Position nicht zuverlässig bestimmen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.

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