Krimis statt Kriminalität - Was in DIESEM Kaufhaus passiert, sind ganz neue Seiten
Berlin – Grünes Licht für ein XXL-Projekt in der Hauptstadt: Auf den letzten Drücker vor der Wahl setzt Finanzsenator Stefan Evers (46, CDU) seine Unterschrift unter einen spannenden Immobilien-Deal im Herzen Berlins – den geplanten Kauf des Galeria-Grundstücks am Alexanderplatz. Für Kultur statt Konsum an dem berüchtigten Kriminalitäts-Hotspot. Das Warenhaus schrumpft, macht Platz für 3,7 Millionen Bücher, Zeitschriften, Schallplatten.
Unten im Erdgeschoss und Teilen des ersten Stocks bleiben Shopping-Flächen des Kaufhauses (14.000 Quadratmeter). In den Etagen darüber macht sich die Zentrale Landesbibliothek (ZLB) breit (42.680 Quadratmeter). Die Absichtserklärung wurde mit Eigentümer Commerz Real Investment am Mittag besiegelt. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Details muss die künftige Berlin-Koalition nach der Wahl aushandeln.
Was aus den jetzigen beiden ZLB-Standorten wird? Die Amerika-Gedenkbibliothek (Kreuzberg) soll ein öffentliches Verwaltungsgebäude der Hauptstadt oder des Bundes bleiben – als Geschenk der Amerikaner will es Berlin nicht aus der Hand geben. Der zweite Standort in Top-Lage neben dem Berliner Schloss im Bezirk Mitte soll dagegen verkauft werden. Denn der Deal am Alexanderplatz kostet.
Nach BILD-Informationen fallen neben dem einmaligen Kaufpreis fürs Grundstück Mieten in zweistelliger Millionenhöhe an – aber unter 15 Millionen/Jahr. Gemietet wird zunächst für 30 Jahre. Der Vertrag kann aber um weitere 30 Jahre verlängert werden – danach gehört alles dem Land Berlin.
Senator Evers zu BILD: „Die ZLB am Alexanderplatz bietet die Chance, Berlinerinnen und Berliner an einem zentralen, hervorragend erreichbaren Ort zusammenzuführen und zugleich dringend notwendige Impulse für den Alex in Berlins Mitte zu setzen.“
An dem Deal hatte auch Vermieter Commerz Real großes Interesse: Neben dem schwächelnden Kaufhaus setzt man auf Berlins größte Publikums-Bibliothek (1,3 Millionen Besucher im Jahr). Die Hoffnung: Die zusätzliche kulturelle Nutzung wird auch auf das Umfeld des Alexanderplatzes ausstrahlen und für eine bessere Atmosphäre sorgen. Im Juni 2023 hatte das Unternehmen den Standort vom damaligen Ösi-Milliardär René Benko (49) gekauft. Als dann der Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof pleiteging, war klar: Das Alex-Kaufhaus muss von der Fläche her geschrumpft werden, um im Online-Shopping-Zeitalter überleben zu können.
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