Rote Zahlen im Güterverkehr: DB Cargo verfehlt erneut EU-Vorgabe
DB Cargo und die EU-Kommission müssen nachverhandeln: Trotz EU-Vorgabe schreibt der Konzern auch 2026 weiter rote Zahlen. Cargo-Chef Osburg sieht sein Unternehmen dennoch auf einem guten Weg.
Die kriselnde Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo wird eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr die von der EU-Kommission vorgeschriebene "schwarze Null" verfehlen - also weiterhin Verluste machen. Grund dafür seien einmalig anfallende Verlustabschreibungen bei einer zum Verkauf stehenden britischen Tochtergesellschaft, wie Cargo-Chef Bernhard Osburg sagte. Die daraus resultierenden Wertberichtigungen von rund 260 Millionen Euro belasteten das Ergebnis des Güterverkehrskonzerns, hieß es aus Unternehmenskreisen. Es werde daher absehbar in diesem Jahr eine schwarze Null kaum zu schaffen sein.
Das Unternehmen muss somit erneut mit der EU in Verhandlungen gehen. Die Kommission hatte dem Konzern in einem sogenannten Beihilfeverfahren einen umfassenden Sanierungskurs auferlegt, mit dem Ziel, ab 2026 operativ wieder in die Gewinnzone zu kommen. Das aktuelle Sanierungskonzept sieht unter anderem den Abbau von rund 6200 der rund 14.000 Vollzeitstellen in Deutschland vor. Außerdem plant Cargo-Chef Bernhard Osburg eine stärkere Ausrichtung auf europäische Verkehre.
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