Trotz Platz 7 für Energie Cottbus - Das kommt überraschend! Wollitz mit Start unzufrieden
Drei Spiele ungeschlagen, acht Zähler aus sechs Spielen, Platz sieben in der Tabelle! Für einen Aufsteiger ist Energie Cottbus gut aus den Zweitliga-Startlöchern gekommen. Denkste! Claus-Dieter Wollitz (61) zieht ein ganz anderes Fazit.
Der Trainer: „Wir haben zu wenig Punkte. Aus der gelb-Roten Karte gegen St. Pauli (1:1, d. Red.) hätten wir mehr machen müssen. Bei der Niederlage gegen Greuther Fürth (3:4, d. Red.) im Heimspiel darfst du bei so vielen Möglichkeiten nicht als Verlierer vom Platz gehen. Das ist Fakt.“
Die Länderspielzeit wird für seine Spieler keine Erholung. „Ich hoffe, dass wir aus der Pause anders herauskommen. Ich möchte, dass wir draufpacken, intensiver werden“, powert Wollitz. „Gern nehme ich zwei Gegentore, wenn ich sehe, dass wir die Möglichkeit haben, vier oder fünf zu schießen.“
Vor allem mit der zweiten Hälfte gegen Pauli hadert er. Der Coach: „Das hat nichts mit Lernprozess zu tun, sondern damit, sich nicht zufriedenzugeben, dass es nur 1:0 steht. Wenn sieben Männer hinter dem Ball sind und das Spiel verwalten, kann ich nicht schnell ins letzte Drittel kommen.“
Er hätte in der Halbzeit eine ganz andere Marschroute formuliert. Daraus leitet Wollitz auch für die nächsten Aufgaben wie in Darmstadt (10.10.) oder zuhause gegen Nürnberg (16.10.) Folgendes ab: „Wenn wir mutlos spielen, sind wir chancenlos in dieser Liga. Es lag auf dem Präsentierteller, das Ding zuzumachen. Dann wirst du zu Recht bestraft, auch wenn es mich sehr ärgert.“
Entscheidend sei, dass die Innenverteidiger bereits das Spiel antreiben, gegnerische Spieler anlocken und die Mittelfeldmänner nach vorn schieben. Im vordersten Drittel habe seine Truppe mit ihren flexiblen Abläufen Vorteile, aber dafür müsse sie eben hinten raus und die Flucht in der Offensive suchen.
Was auffällig ist: Gerade die vielen Positionswechsel in der Angriffs-Reihe beim FC Energie beschäftigen die 2. Liga. Deshalb muss Cottbus den Auftakt nicht zu negativ sehen - aber Wollitz ist eben vom Ehrgeiz getrieben, es noch besser zu machen.
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