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Deutschland

Wende im Fall Simone Strobel (†25) - Ex der ermordeten Backpackerin erklärt seine Lügen

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Wende im Fall Simone Strobel (†25) - Ex der ermordeten Backpackerin erklärt seine Lügen

Lismore (Australien) – Sie wollte das Abenteuer ihres Lebens erleben. Stattdessen endete die Australien-Reise der deutschen Backpackerin Simone Strobel (†25) in einem bis heute ungelösten Mordfall. Mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod bricht jetzt der Mann sein Schweigen, auf den sich die Ermittler über Jahre konzentrierten. Im True-Crime-Podcast „Unravel: Lies In Lismore“ des australischen Senders ABC spricht ihr damaliger Freund Tobias M., der zur Tatzeit noch Tobias S. hieß, erstmals ausführlich über den Fall.

„Ich habe Fehler gemacht und ich bin hier, um dafür Verantwortung zu übernehmen, aber ich bin kein Mörder . Ich habe Simone nicht getötet“, sagt M. im Podcast.

Der Fall beschäftigt die Ermittler bis heute. Im Februar 2005 reiste Kindergärtnerin Simone Strobel mit ihrem Freund, dessen Schwester und einem weiteren deutschen Bekannten durch Australien. Sie machten Halt auf einem Campingplatz in Lismore ( Australien ).

In der Nacht verschwand Simone. Zuvor hatte es zwischen ihr und ihrem Freund Streit gegeben. Sechs Tage fehlte von ihr jede Spur. Dann wurde ihre nackte, mit Palmenwedeln bedeckte Leiche in der Nähe des Campingplatzes entdeckt.

M. geriet früh ins Visier der Ermittler. Er verschwieg zunächst den Streit mit Simone, machte falsche Angaben darüber, wie viel Alkohol getrunken wurde und leugnete den Konsum von Marihuana. Auch seine Schwester und der Bekannte sollen dieselben falschen Angaben gemacht haben.

Heute erklärt M. diese Lügen damit, dass die Polizei Simones Verschwinden nicht ernst genommen habe. Die Beamten hätten ihm vermittelt, Simone könne per Anhalter in eine andere Stadt gefahren sein. „Ich habe aus keinem anderen Grund gelogen, als um diese Leute dazu zu bringen, Simone ernst zu nehmen“, sagt der Ex-Freund im Podcast.

Dennoch blieb M. der Hauptverdächtige, wurde 2022 wegen Mordes angeklagt . Doch zu einem Prozess kam es nicht. Der Grund: Zentrale Annahmen der Ermittler gerieten zunehmend ins Wanken. Lange ging die Polizei davon aus, dass Simone im Wohnmobil erstickt und ihr Körper anschließend fortgeschafft worden sein könnte. Doch eine neue gerichtliche Untersuchung stellte diese Theorie teilweise infrage.

Die Untersuchungsrichterin Teresa O'Sullivan kam 2024 zu dem Schluss, dass die beiden anderen deutschen Reisebegleiter wahrscheinlich nicht an dem Verbrechen beteiligt waren. Zugleich hielt sie es für unwahrscheinlich, dass M. allein gehandelt haben könnte. Vollständig ausgeschlossen wurde seine Beteiligung damit allerdings nicht.

Inzwischen erhebt der frühere Hauptverdächtige schwere Vorwürfe gegen die Ermittler, wirft ihnen einen „Tunnelblick“ vor. „Dieser gesamte Fall basiert auf einer Theorie, auf einer Hypothese, und entscheidende Beweise wurden nicht berücksichtigt“, sagt M. Er fordert heute eine Entschuldigung der Polizei.

Die Polizei von New South Wales wollte sich zu den Vorwürfen gegenüber ABC nicht im Detail äußern. Sie bestätigte aber, dass der Fall derzeit von der Cold-Case -Einheit geprüft und entsprechend der Empfehlung der Untersuchungsrichterin eine forensische Überprüfung vorgenommen werde.

Für Simones Eltern ändern die Aussagen des Ex-Freundes nichts.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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