10 geholt, 5 verletzt - Schröder verzweifelt an seinen Neuzugängen
Das hatte sich Rouven Schröder (50) alles ganz anders vorgestellt. Der Gladbach-Manager analysierte mit Coach Eugen Polanski (40) nach der vergangenen Saison wochenlang, was diesem Kader fehlt, um die Fans endlich mal wieder nachhaltig zu begeistern. Das Ergebnis der Aufarbeitung einer Spielzeit mit weitgehend miesem Fußball und Abstiegsgefahr bis ins Frühjahr hinein waren zehn Neuzugänge. Doch davon sind fünf teilweise schwer verletzt!
Am schlimmsten hat es Ex-Hannover-Kapitän Enzo Leopold (26) erwischt. Ihn wollte der VfL zum Führungsspieler aufbauen, Polanski berief ihn sogar in den Mannschaftsrat. Doch der Mittelfeldmotor blieb am 2. September im Training im Rasen hängen und riss sich das Kreuzband - mindestens ein halbes Jahr Zwangspause! Fast die kompletrte Vorbereitung cerpasste auch der vermeintliche Königstransfer, der auch am Samstag in Freiburg (15.30 Uhr/Sky) immer noch kein Thema für den Kader ist: Yukhym Konoplia (27) hatte sich beim Testspiel in Essen (2:1) das Innenband im Knie gerissen. Zento Uno (22/Muskelfaserriss) ist für Freiburg ebenfalls noch kein Thema, er soll in der U23 Spielpraxis sammeln. Auch sein Landsmann Daiki Hashioka (27) kann mit seinem Schleudertrauma aus dem Leipzig-Spiel weiter keinen Leistungssport betreiben. Jüngster Schock: Nicolas Kühn (27), den Schröder am Deadline Day aus Como an den Niederrhein lotste, zog sich beim Auslauf-Training nach dem 3:4 gegen Elversberg einen Muskelbündelriss zu. Auch er fehlt noch mindestens einen Monat.
Schröder klingt dazu auf BILD-Nachfrage fast ein bisschen verzweifelt: „Tatsächlich habe ich das in dieser Form noch nicht erlebt. Wir fragen uns natürlich auch, was wir hätten tun können. Den Rasen im Training kürzer mähen, das Testspiel in Essen absagen - aber das ist ja alles keine Lösung. Es gibt einfach keine Erklärung für diese Situation.“ Doch der Manager stellt auch klar: „Wir haben einen starken Kader, vertrauen jedem einzelnen Spieler. Das ist jetzt eben auch die Chance für die Jungs, die bisher hinten dran waren!“
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