Das bewundert er an ihr - Bülent Ceylan: Metal-Duett mit Legende Doro Pesch
Mannheim (Baden-Württemberg) – Erst die Oper, jetzt Metal. Für Bülent Ceylan (50) könnte der Kontrast kaum größer sein. Nach seiner umjubelten Premiere in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden zieht es den Comedian musikalisch wieder dorthin, wo sein Herz besonders laut schlägt: auf die Rock- und Metal-Bühne.
Zwar gibt es Anfang 2027 weitere Opern-Vorstellungen mit ihm. Als dauerhaftes Kapitel sieht er das Engagement jedoch nicht. „Ich sehe das als Projekt. Denn ich kann mich musikalisch besser im Metal verwirklichen.“ Genau das macht er jetzt. Am 11. September erscheint sein neues Album „B.L.N.T.“. „Ich erreiche mit der Musik eine ganz andere Szene als mit Comedy“, sagt Ceylan BILD. „Ich habe zwei Seelen in meiner Brust. Eine witzige und eine, die rockt.“
Längst wird er nicht mehr nur als Spaßmacher wahrgenommen. Besonders im Ausland erlebe er eine überraschende Sicht auf seine Person. „Ich hatte jetzt Interviews mit Journalisten, unter anderem aus Australien, Spanien und der Ukraine. Für die bin ich der Musiker Bülent, der auch Comedy macht. Hier ist es umgekehrt. Mittlerweile merkt die Metal-Szene in Deutschland aber, dass ich es ernst mit der Musik meine.“
Ein Höhepunkt des Albums ist sein Duett mit Metal-Ikone Doro Pesch (62). „Ein Ritterschlag für mich! Doro ist eine Legende. Im Ausland vielleicht sogar noch mehr als bei uns“, sagt Ceylan. „Sie hat eine geile, markante Stimme. Zudem ist Doro ein harmonischer, verbindender Mensch. In der Metal-Szene wird sie verehrt.“
Dass er mit seiner Musik zunehmend Anerkennung findet, macht ihn stolz. Trotzdem bleibt der Entertainer in ihm präsent. Auf den Konzerten wird es nicht nur kompromisslosen Metal geben. „Natürlich wird es auch lustig und ironisch. Ich möchte die Leute ja unterhalten. Ich bin ein Überraschungspaket.“
Trotz jahrzehntelanger Bühnenerfahrung blickt Ceylan seiner ersten Clubtour vom 22. bis 30. September mit Respekt entgegen. Die Nervosität sei diesmal sogar größer als vor seinen Comedy-Auftritten. „Ich werde aufgeregter sein als bei meinen Comedy-Shows. Denn in der Musik gibt es kein Zurück, wenn ich mich mal verspiele.“
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