So tickt der Bundestrainer - Was Sie noch nicht über Klopp wussten
Herzogenaurach/Amsterdam – Die Klopp-Anspannung steigt immer mehr! Heute Abend (20.45 Uhr, live RTL) steigt das erste DFB-Länderspiel mit Neu-Nationaltrainer Jürgen Klopp (59). Ganz Deutschland ist heiß auf den Kracher in Holland – und hofft darauf, möglichst direkt schon den emotionalen Klopp-Fußball zu sehen, den man aus seinen Liverpooler und Dortmunder Zeiten kennt.
Klopp hat nur wenig Zeit, erst seit Montag arbeitet er mit dem kompletten Team auf sein Debüt hin. Aber schon jetzt ist überall zu spüren, dass es bereits den Klopp-Effekt gibt. BILD analysiert, wie Klopp es schafft, alle auf seine Seite zu ziehen, Spieler und Öffentlichkeit zu begeistern. Der Klopp-Code – so tickt der Bundestrainer!
Klopp setzt bei den Spielern von der ersten Minute an auf Emotionen, er will die Mannschaft begeistern, anzünden, ein großes Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Intern sprach er vor den Spielern immer an, dass sie stolz sein sollen, für Deutschland zu spielen. Dass sie Gas geben sollen, auch wenn nicht gleich alles klappt. Dass man gerade bei der Nationalelf alles reinhauen muss. Dass wieder positive Energie ins Team kommen muss. Auch öffentlich will er neue Emotionen wecken, spricht über die Fahne, die Nationalhymne, das neue Wir-Gefühl. Er will, das ganz Deutschland wieder ans DFB-Team glaubt.
Klopp ist 1,91 Meter groß, er weiß um seine Aura und seine Ausstrahlung. Seine Ansprachen auf dem Platz hält er kurz und knackig, untermalt sie mit Gesten: Mal rudert er mit den Armen, mal streckt er die Brust raus, mal richtet er sich direkt an einen Spieler. Er zeigt den Spielern: Ich bin hier mit vollem Herzen dabei. Auch an der Seitenlinie ist Klopp bekannt dafür, voll mitzugehen und zu zeigen: Ich gebe Vollgas, tut ihr es auch!
Das markante Klopp-Lachen hörte man in den ersten Tagen immer wieder auf dem Trainingsplatz. Klopp nutzt diese Momente, um eine gewisse Lockerheit reinzubringen und den Spielern zu zeigen: Wir spielen hier Fußball, habt Spaß dabei, seid nicht verkrampft. Klopp nutzte schon bei den Nominierungen oft Video-Calls statt normaler Anrufe, um den Spielern mit seiner markanten Mimik zu begegnen, ihnen in die Augen zu schauen.
Im Training fällt auf: Klopp beobachtet viel von außen, greift aber immer mal mit kurzen, knackigen Ansagen ein, pusht die Spieler. Im Trainingsspiel brüllte er Debütant Yannik Engelhardt (25) bei einem Zweikampf gegen Tah lauthals an: „Yannik, lass ihn da nicht raus!“ gefolgt wieder vom Klopp-Lachen. Vor allem bei seinem Lieblings-Thema Pressing motiviert er die Spieler immer wieder, Vollgas zu geben.
Während man am Ende bei Ex-Trainer Julian Nagelsmann (39) eine gewisse Distanz zu den Spielern feststellte, bemüht sich Klopp jetzt umso mehr darum, alle mit ins Boot zu holen, als Einheit aufzutreten. Vorm Training gab es sogar ein langes Geburtstagsständchen für einen Video-Mann, Klopp will zeigen: Jeder ist wichtig. Er umarmt die Spieler zwischendurch auch mal. Und er nimmt den Druck von seinen Spielern, sagt klar: „ICH gehe für die Jungs durchs Feuer.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.