Wolfsburg atmet auf - Juventus schnappt sich Flop-Torwart
Bei diesem Abschied dürften die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg aufatmen. Eine Woche vor Schließung des Transferfensters in Deutschland ist der Bundesliga-Absteiger seinen Flop-Torwart Kamil Grabara (27/Vertrag bis 2028) losgeworden. Und das auch noch an Top-Klub Juventus Turin. Damit haben Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler (39) und VfL-Boss Dieter Hecking (61) ein Kader-Problem weniger – vorerst.
Grabara wird zunächst für ein Jahr an den Serie-A-Klub ausgeliehen. Die Italiener haben eine Kaufoption, die bei rund 12 Mio. Euro liegen soll. Vor zwei Jahren wurde Grabara für 13,5 Mio. Euro vom FC Kopenhagen verpflichtet. Statt beim VfL den nächsten Leistungs- und Karriereschritt zu gehen, stagnierte er und zeigte sein Potenzial nur selten. Hinzu kommt, dass seine teilweise arrogante Art bei vielen Mannschaftskollegen gar nicht gut ankam. Jetzt ist das Missverständnis (vorerst) beendet.
Ob Grabara in einem Jahr wieder zurück nach Wolfsburg kommt oder die Turiner die Kaufoption ziehen, könnte schon in den nächsten Wochen vorentschieden werden. Denn der sechsmalige polnische Nationalspieler geht in den offenen Konkurrenzkampf um den Nummer-1-Status mit Guglielmo Vicario (29). Tendenz aktuell: Grabara wird zunächst die Nummer 2, soll aber Chancen bekommen, sich zu beweisen.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga rutschte er in der Wolfsburger Torwart-Hierarchie bis auf Platz 4 ab – hinter Neuzugang Timon Wellenreuther (30/kam für 1 Mio. Euro von Feyenoord Rotterdam), dem 18-jährigen Jakub Zielinski und Routinier Pavao Pervan (38). Immerhin hat Grabara seinen Abschied aus Wolfsburg schon lange vorbereitet. Nach BILD-Informationen soll er bereits vor dem Relegations-Rückspiel (25. Mai) sein Haus in Ehmen (Stadtteil von Wolfsburg) geräumt haben. Zuletzt wohnte er im noblen Ritz-Carlton in Wolfsburg. Und ab jetzt in Turin.
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