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Junge Union startet Deutschlandtag - Winkel warnt CDU vor rückwärtsgewandter Politik

Stern ·
Junge Union startet Deutschlandtag - Winkel warnt CDU vor rückwärtsgewandter Politik

Die Junge Union (JU) hat ihren Deutschlandtag in Bonn eröffnet.

Zum Auftakt des dreitägigen Treffens wählte die Jugendorganisation von CDU und CSU am Freitagabend ihren Vorsitzenden Johannes Winkel wieder.

Dieser warnte die Kanzlerpartei CDU vor dem Hintergrund jüngster Wahlniederlagen vor einer rückwärtsgewandten Politik. „Die CDU macht im Grunde genommen Politik genauso, als ob wir noch im Jahr 2010 wären“, sagte Winkel. „Aber in den letzten 15 Jahren hat sich unser Land eben grundlegend verändert.“ Wenn die CDU wieder „Debattenhoheit“ erringen und Volkspartei blieben wolle, müsse sie „sich anstrengen“ und „wieder kämpfen“.

Winkel forderte dabei insbesondere eine Ausrichtung auf eine familienfreundliche Politik.

Gerechtigkeitsdebatten und die Definition dessen, was gerecht sei, dürfe die Union zudem nicht der SPD überlassen.

Bei der Rentenreform verlangte Winkel von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und dem neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD), die Vorschläge der Alterssicherungskommission umzusetzen.

Winkel sprach sich zudem für eine klare Abgrenzung zur AfD aus: „Solange die AfD völkische Positionen bezieht und Extremisten in ihren Reihen duldet, solange werden wir nicht mit dieser Partei zusammenarbeiten.“ Der 34-jährige Winkel wurde am Abend mit knapp 95 Prozent der abgegebenen und gültigen Delegiertenstimmen wiedergewählt.

Gegenkandidaten gab es nicht.

Winkel ist seit 2022 Vorsitzender der Jungen Union .

Als Gastredner sprach am Freitagabend Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der im kommenden April vor Landtagswahlen steht.

Er forderte die schwarz-rote Koalition im Bund auf, offene Streitereien zu beenden und vereinbarte Reformen umzusetzen. „Die Debatten der letzten Tage haben wieder einmal niemandem geholfen - ganz im Gegenteil“, sagte Wüst.

Er bitte deshalb alle, „die da Verantwortung tragen: Reißt euch zusammen, setzt um“.

Eine Reform der Sozialsysteme sei nötig, betonte Wüst.

Sonst werde Arbeit durch steigende Renten- und Krankenkassenbeiträge „immer teurer“ und Arbeitsplätze würden gefährdet.

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