Mordprozess: Sohn starb bei Messerattacke auf Familie: Vater schweigt
Ende März soll ein Familienvater in Witten seinen Sohn erstochen sowie Frau und Tochter schwer verletzt haben.
Während er vor Gericht schweigt, macht die Ehefrau eine erschütternde Aussage.
Aus Wut, Rache und Missgunst soll ein 40-jähriger Wittener Familienvater Ende März auf seine Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder eingestochen haben.
Der 13-jährige Junge starb, die Frau und die heute 10 Jahre alte Tochter überlebten die Attacke schwer verletzt.
Seit Mittwoch muss sich der Deutsche wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs vor dem Bochumer Schwurgericht verantworten.
Familie wollte in den Urlaub Der Angeklagte soll seine Frau und die Kinder mit dem Messer angegriffen haben, als diese abfahrbereit im Auto saßen.
Die Familie hatte laut Staatsanwaltschaft geplant, zusammen in den Urlaub an die Nordsee zu fahren.
Nachdem der Angeklagte noch einmal in die Wohnung gegangen war, um letzte Erledigungen zu machen, soll er sich auf dem Weg nach draußen mit einer Kapuze und einem Tuch vermummt haben.
Dann stach er laut Anklage nacheinander auf die Frau und seinen Sohn ein.
Die Tochter floh währenddessen zurück ins Haus.
Vor der Wohnungstür soll der Angeklagte sie jedoch eingeholt und dann ebenfalls mit dem Messer verletzt haben.
Finanzielle Belastung Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der 40-Jährige handelte, um seine Ehefrau „für vermeintlich schwerwiegende Demütigungen und Kränkungen zu bestrafen“.
Mit der Tötung der Kinder habe er sie außerdem besonders hart treffen wollen.
Gleichzeitig soll der Angeklagte seine Familie als „Kostenfaktor und finanzielle Belastung“ empfunden haben.
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