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Deutschland

Fenster-Sanierung ging total schief - „Mein Partner ist jetzt im Wohnzimmer gefangen“

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Fenster-Sanierung ging total schief - „Mein Partner ist jetzt im Wohnzimmer gefangen“

Rastatt (Baden-Württemberg) – Millionen Hausbesitzer wollen oder müssen ihre Häuser altersgerecht umbauen oder sanieren. Dabei kann jede Menge schiefgehen. Dieser Fall von Olga Theil (81) steht sinnbildlich für die Probleme, denen vor allem Senioren ausgesetzt sind. Weil sie einem alten Bekannten vertraute, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Der Fall zeigt aber auch, wie fragwürdige Unternehmen Unwissenheit von alten Menschen ausnutzen. Am Ende kann wohl nur ein Gerichtsprozess die Wahrheit ans Licht bringen, aber dafür fehlt Olga Theil die Kraft.

Die 81-Jährige lebt mit ihrem Partner Ludwig Schudt (88, Pflegegrad 4) in einem schmucken Einfamilienhaus in Rastatt in Baden-Württemberg. Schudt ist gehbehindert und auf einen Rollator angewiesen. Daher wusste das Paar die alte bodentiefe Terrassentür ohne Schwelle zu schätzen. Doch Olga Theil will ihr Haus irgendwann verkaufen – am besten mit sanierten Fenstern.

Ein Bekannter ist zufällig Vor-Ort-Vertreter der Duisburger Firma „Heim & Haus“, mit 1,4 Mio. Kunden der größte Direktvertrieb von Bauelementen in Deutschland. Die Kundenbewertungen sind gespalten: Sie reichen von totaler Zufriedenheit bis zu Ärger über verschobene Termine, lange Wartezeiten und teilweise unvollständig erledigte Arbeiten.

Olga Theil: „Unser Bekannter kennt meinen Ludwig und sein Leiden. Insofern war das Thema Barrierefreiheit gar kein Thema mehr.“ Und so wunderte sich die Rentnerin auch gar nicht, dass über eine bodentiefe Tür nichts in der Auftragsbestätigung stand.

Es kam, wie es kommen musste. Die Terrassentür bekam eine 8 Zentimeter hohe Schwelle. Theil: „Die Unterschrift zur Bauabnahme wurde mir beim Abendessen von den Monteuren untergeschoben, die zu der Zeit noch bei uns waren. Ich hatte keine Möglichkeit, die Arbeiten einzuschätzen, weil es damals im Dezember auch schon dunkel war.“ 5000 Euro zahlte sie an, für den Restbetrag von 5200 Euro setzte „Heim & Haus“ einen Anwalt ein. Doch Olga Theil will nicht zahlen: „Mein Partner ist im Wohnzimmer gefangen, kommt nicht mehr auf die Terrasse und in den Garten .“

Wie ist jetzt die Rechtslage? Kompliziert – beide Seiten haben Fehler gemacht. Verbraucheranwalt Arndt Kempgens sagt: „Natürlich war es ein schwerer Fehler des Verkäufers, die Behinderung des Lebenspartners nicht zu berücksichtigen.“ Die Bauabnahme hätte die Seniorin aber auch nicht ohne Weiteres unterschreiben sollen. Theils Anwalt riet, „Heim & Haus“ auf Nachbesserung zu verklagen. Die Seniorin: „Das will ich nicht. Wer weiß, wie lange ich lebe.“

Inzwischen hat die Ruheständlerin einen anderen Fachbetrieb beauftragt, die Tür wieder auszubauen – auf eigene Kosten. Theil: „Ich habe Kosten von insgesamt 18.000 Euro, darunter auch für Rechtsanwälte. Jetzt geht es mir darum, andere Senioren zu warnen.“ BILD fragte „Heim & Haus“ an, doch das Unternehmen schweigt zu dem Fall.

Ein sehr bitterer Fall, der jedem passieren kann. Damit Ihnen, liebe Leser, nicht dasselbe passiert wie Olga Theil, achten Sie auf diese Punkte:

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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