Selbstverteidigung: Kurse gegen Gewalt und Angst - was Sunny Graff Frauen lehrt
Innere Einstellung und klare Grenzen: In den Kursen der Trainerin Sunny Graff lernen Frauen, sich zu wehren.
Dass sich die 75-Jährige seit Jahrzehnten dafür einsetzt, hat einen ernsten Hintergrund.
Mit einem lauten Schrei schlagen die Frauen der Gummipuppe nacheinander mit voller Wucht auf die Nase.
Das fällt teilweise so heftig aus, dass die Trainingsfigur ins Wanken gerät.
Entschlossenheit ist wichtig, erläutert Trainerin Sunny Graff.
Sie bringt Frauen bei, sich gegen Gewalt zur Wehr zu setzen.
Die 75-Jährige stammt aus den USA, dort habe sie erleben müssen, wie mehrere Freundinnen durch Gewalttaten von Männern getötet wurden, sagt sie.
Die Idee entstand, präventiv tätig zu werden.
Denn Kurse zur Frauen- Selbstverteidigung gab es damals noch nicht.
Vonseiten der Polizei habe es früher geheißen, „besser vergewaltigt als tot“ - bessere Chancen, sexuelle Gewalt zu überleben, habe demnach, wer sich nicht wehre.
Dies sei inzwischen auch durch Forschung widerlegt, stecke aber immer noch in den Köpfen von Frauen, sagt Graff.
Frauen bestärken als Herzensangelegenheit 1985 gründete sie gemeinsam mit anderen in Frankfurt den Verein „Frauen in Bewegung“. „Kampfkunst und Selbstverteidigung zu lehren, das ist meine Herzensangelegenheit“, sagt Graf, selbst Taekwondo-Senior-Großmeisterin.
Die Nachfrage sei sehr groß.
Mehr als 400 Mädchen und Frauen trainieren in den Räumen, die Älteste ist Ende 70, die jüngsten sind vier Jahre alt.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.