Demokratische Republik Kongo: Ebola-Ausbruch auf weitere kongolesische Provinz ausgeweitet
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat sich auf eine weitere Provinz ausgeweitet. Bei Labortests des nationalen Forschungsinstituts sei in einer Probe das Bundibugyo-Virus nachgewiesen worden, teilte der Gouverneur der Provinz Sud-Ubangi, Jean-Rene Galekwa Vundawe, mit. Die Virusvariante wird für den bislang am schnellsten um sich greifenden Ebola-Ausbruch in dem zentralafrikanischen Land verantwortlich gemacht.
Sud-Ubangi ist die bereits siebte kongolesische Provinz, in der Ebola während des aktuellen Ausbruchsgeschehens nachgewiesen wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Ebola-Ausbruch im Kongo als außer Kontrolle geraten ein. Betroffen sind demnach inzwischen 61 Gesundheitsbezirke in sechs von 26 Provinzen. Nach Angaben der kongolesischen Regierung sind inzwischen mehr als 3.000 Menschen an Ebola gestorben. Der aktuelle Ausbruch ist der zweitschlimmste Ebola-Ausbruch bisher.
Kürzlich forderte die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) mehr Unterstützung im Kampf gegen den Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, den 1,3 Milliarden Dollar teuren Hilfsplan der Regierung schneller zu finanzieren.
Laut WHO sprechen die Anzeichen aktuell für eine weitere geografische Ausbreitung und einen weiteren Anstieg der Fallzahlen. Auch die Letalitätsrate von 48,3 Prozent, der Anteil der an Ebola Erkrankten, die an der Krankheit sterben, unterstreicht die Schwere der Krankheit, die durch die Bundibugyo-Variante des Erregers verursacht wird. Zwar gibt es Kontrollen an Flughäfen, Häfen und offiziellen Grenzübergängen, das hohe Übertragungsniveau stellt der WHO zufolge jedoch trotzdem ein Risiko für eine grenzüberschreitende Ausbreitung dar.
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