Gewöhnungsbedürftige Spezialitäten - Würden Sie diese Gerichte aus Italien probieren?
Italien ist weltberühmt für Pizza, Pasta und Gelato. Doch abseits der Klassiker landen in manchen Regionen Spezialitäten auf dem Teller, die selbst viele Italiener nur mit einer Portion Mut probieren. TRAVELBOOK hat einige der ungewöhnlichsten Gerichte des Landes zusammengestellt.
Zu den bekanntesten ungewöhnlichen Spezialitäten Italiens zählt Casu marzu aus Sardinien. Der Schafskäse wird von Käsefliegenlarven besiedelt und traditionell mitsamt den lebenden Larven gegessen. Der Verzehr kann allerdings gesundheitliche Probleme verursachen.
Bei vielen traditionellen Gerichten spielen Innereien eine Hauptrolle. In Rom gilt Pajata (siehe großes Foto oben) als Spezialität. Dafür wird der Dünndarm eines noch nicht entwöhnten Kalbs verwendet. Der enthaltene Milchbrei bleibt bewusst im Darm und sorgt später für den charakteristischen Geschmack der Sauce zu Rigatoni.
Auf Sizilien gehört Pani câ meusa zum traditionellen Streetfood. Das Sandwich wird mit Kalbsmilz und Kalbslunge gefüllt, die gekocht oder gedämpft und anschließend in Schweineschmalz gebraten werden. Ebenfalls auf Sizilien beliebt ist Frittula , ein Gericht aus kleinen Fleischstücken und anderen Teilen des Kalbs, die in heißem Fett ausgebacken werden. In der Toskana wiederum wird Lampredotto angeboten, ein Sandwich mit lange gekochtem Labmagen vom Rind.
Die meisten denken bei Neapel sofort an die legendäre neapolitanische Pizza. Doch die Region hat auch eine deutlich rustikalere Spezialität zu bieten: ’O pere e ’o musso . Dahinter verbergen sich gekochte Schweinefüße und Kalbsschnauze, die seit Generationen zum kulinarischen Erbe Kampaniens gehören. Die Zubereitung ist denkbar schlicht. Die Fleischstücke werden gekocht und anschließend meist mit etwas Zitronensaft serviert.
Auch bei Desserts und Beilagen sorgen manche Spezialitäten für Überraschungen. In Ligurien gehören zur regionalen Variante des Fritto misto nicht nur Gemüse, Fleisch und Innereien, sondern auch Latte dolce fritta. Dabei wird eine aromatisierte Milchcreme paniert und frittiert.
In Kampanien wird zudem Sanguinaccio Dolce zubereitet. Das Dessert besteht aus Bitterschokolade und Tierblut. Laut Berichten sorgt das Blut vor allem für die cremige Textur.
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