Trainer ahnte es - Krasser Noten-Aufstieg bei HSV-Held Capaldo
Es war die sportliche Wiederauferstehung von Nicolas Capaldo (28) beim 2:1 des HSV gegen Köln. Der Innenverteidiger (kam 2025 für 2,1 Mio. Euro aus Salzburg), der in der vergangenen Woche beim 0:5 in Leipzig seine vielleicht schlechteste Leistung (BILD-Note 6) in seinen bisherigen 30 Bundesliga-Spielen zeigte, meldete sich mit einem starken Auftritt und Note 2 zurück. Ein krasser Noten-Aufstieg.
Capaldo traf per Kopf zum 1:0, bestritt beim HSV die meisten Zweikämpfe (28) und zog die meisten Sprints an (21). Mit 34,4 km/h hatte er zudem den höchsten Topspeed aller Hamburger und am Ende großen Anteil am ersten Saisonsieg nach drei Startpleiten mit 0:12 Toren. Trainer Merlin Polzin (35) war nicht überrascht: „Ich habe die Leistung von Nicolas Capaldo genauso erwartet. Ich weiß, was in Capi steckt. Er hatte unter der Woche schon angedeutet, dass ihm seine Leistung in Leipzig nicht gefallen hat. Er wollte eine Reaktion zeigen, weil es auch nicht der Capi war, den wir lieben gelernt haben in der vergangenen Saison. Und das hat er sehr eindrucksvoll getan.“ Die Fans sahen das wie der Trainer und wählten Capaldo zum „Man of the Match“.
In der vergangenen Serie gehörte Capaldo noch zu den formstärksten HSV ern. Der Argentinier traf einmal (am 14. Februar beim 3:2-Sieg gegen Union), bereitete drei Treffer vor und war an 33 Torschüssen beteiligt (17 eigene, 16 vorbereitet) – bundesligaweit Topwerte in der Offensive für einen Verteidiger.
Möglicherweise hat das haarscharfe Vorbeischrammen an der Nominierung für die WM im vergangenen Sommer Capaldo (bisher ein A-Länderspiel für Argentinien) härter zugesetzt, als er es sich selbst zugestehen wollte. Polzin weiß jedenfalls, was er an seiner Nummer 24 hat: „Capi ist ein absoluter Energiegeber für unsere Mannschaft. Das spürst du in jedem Duell, wie aggressiv er dran ist.“
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