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Aus der Urzeit in die Insolvenz - Dino-Erlebniswelt nach nur 6 Monaten pleite

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Aus der Urzeit in die Insolvenz - Dino-Erlebniswelt nach nur 6 Monaten pleite

Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis) – Die Urzeit-Tiere aus Kunststoff sind gerade erst in den früheren Sea Life-Glaspalast eingezogen, da stecken ihre Besitzer schon in der Krise. Nur sechs Monate nach dem Start musste der Erlebnispark Dinoxperience jetzt Insolvenz anmelden. Mehr als 50 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs.

66 Millionen Jahre nach dem Aussterben von T-Rex, Triceratops (der mit den drei Hörnern) und Velociraptor brauchen die Dinosaurier in der 2000 Quadratmeter großen Erlebniswelt in Königswinter (rund 40.500 Einwohner) am Drachenfels in Nordrhein-Westfalen schon wieder einen Retter. Die Dino-Welt kämpf finanziell ums Überleben.

Dabei war die Dinoxperience erst im März in das seit drei Jahren leer stehende Gebäude in der malerischen Altstadt an der Rheinpromenade gezogen.

Bürgermeisterin Heike Jüngling auf BILD-Anfrage: „Die Dinosaurier-Attraktion ist inzwischen ein fester Bestandteil des touristischen Angebots in Königswinter und zieht Besucherinnen und Besucher in unsere Stadt. Sie ergänzt die bestehenden touristischen Angebote und stärkt damit auch den Standort. Mein Wunsch ist daher, dass der Betrieb eine gute Zukunftsperspektive erhält und die Attraktion in Königswinter langfristig erhalten bleibt.“

Die interaktive Ausstellung sollte laut der Betreiberin Edutain AG aus Köln eine Zeitreise der Superlative sein: „Das Konzept verknüpft immersive Inszenierung, fesselndes Storytelling und fundierte Wissenschaft zu einem modernen Edutainment-Erlebnis, das Bildung zum Abenteuer macht und Gänsehaut-Momente garantiert“, hieß es zur Eröffnung des Freizeitparks .

Dafür war Spektakuläres für Kinder und Familien geplant: Sie sollten fiktive Ausgrabungsfunde und ein futuristisches Forschungszentrum entdecken und mit digitalen Projektionen den Urzeitgiganten in freier Wildbahn begegnen.

Doch die Euphorie verflog schnell: Das Amtsgericht Bonn ordnete jetzt die vorläufige Insolvenzverwaltung an (Aktenzeichen: 97 IN 149/26). Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Nada Nasser von den KKN Rechtsanwälten bestellt. Die wirtschaftliche Krise der Edutain AG sei „insbesondere auf erhebliche finanzielle Belastungen infolge verzögerter, ausgesetzter oder nicht vollständig umgesetzter Projekte zurückzuführen“, schreibt der Bonner Generalanzeiger zu den Gründen. Besonders schwer wog offenbar das Scheitern des geplanten Freizeitparks Exploradom in Köln, der ebenfalls im Frühjahr eröffnet werden sollte. Die Kosten liefen weiter, die erhofften Einnahmen blieben dagegen aus.

Nun bangen 55 Mitarbeiter um ihre Jobs. Ihre Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, der Ticket-Verkauf läuft weiter. Die Dinoxperience bleibt vorerst geöffnet. Die Insolvenzverwalterin ist optimistisch, dass Investoren gefunden werden. Die müssten aber offenbar was tun. Denn bei Eintrittspreisen ab 16,50 Euro (Kinder bis 5 Jahre frei) bemängelten einige Besucher in den sozialen Medien eine wenig gigantische Performance.

Die Bürgermeisterin zu BILD: „Es ist mir wichtig, dass der Betrieb nach Angaben des Unternehmens zunächst unverändert fortgeführt werden soll.

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