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Podcast „IM EINSATZ“ - Jahrzehnte! Frauenmörder lebte unbemerkt am Tatort

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Podcast „IM EINSATZ“ - Jahrzehnte! Frauenmörder lebte unbemerkt am Tatort

Koblenz – Mehr als drei Jahrzehnte lang mussten sie in Ungewissheit leben. Am Freitag können die Angehörigen der 1994 ermordeten Amy Lopez (†24) endlich aufatmen: Dann will das Landgericht Koblenz das Urteil gegen den Mann verkünden, der die Studentin aus Texas vergewaltigt und erstochen hat.

Wer ist dieser Hans S. (81), der jahrelang ganz nah am Tatort an der Festung Ehrenbreitstein lebte? Wie reagierten Amys Angehörige auf die Nachricht, dass nach mehr als drei Jahrzehnten doch noch jemand für den Tod der jungen Frau büßen wird? BILD-Reporter Tim Specks (37) traf Menschen, die Hans S. seit Jahren kennen – und nichts ahnten. Und er sprach mit Amys Vater über die erlösende Nachricht der Verhaftung. Von diesen Recherchen berichtet Specks in der neuen Folge des True-Crime-Podcasts „IM EINSATZ“.

Er nahm Amy brutal das Leben – doch Hans S. machte mit seinem Alltag weiter, als sei nichts geschehen. „Wenige Jahre nach der Tat ist Hans S. ganz nah in die Nachbarschaft der Festung gezogen“, berichtet Specks. „Er hat dann 300 Meter entfernt von dem Ort gewohnt, an dem er Amy Lopez umgebracht hat. Wenn er aus der Haustür ging, hat er den Ort gesehen, an dem er einen Menschen getötet hat. Das scheint ihn nicht wirklich berührt zu haben.“ Der BILD-Reporter sprach mit ehemaligen Nachbarn des Killers. Der sagt: „Die haben natürlich auch nicht gewusst, wer er ist.“ Allerdings: Der Rentner sei in der Nachbarschaft durch unangenehmes Verhalten aufgefallen – weil er „ein geiler, alter Sack sei“, wie die Nachbarn Specks berichteten.

Hans S., der in einem Altenheim festgenommen wurde, hat den Mord gestanden. Weil ihn ein schlechtes Gewissen plagte? „Als er gefasst wurde, hat er darum gebeten, dass er eine Beichte in der Kirche ablegen darf“, weiß Specks.

Wie hat die Familie Lopez auf die Festnahme von S. reagiert? Der BILD-Reporter war mit ihr in Kontakt und weiß: „Nachdem Hans S. festgenommen wurde, hat man Vater und Bruder in einer Videokonferenz informiert. Die sind natürlich absolut glücklich.“ Amys Mutter starb schon vor der Ermordung ihrer Tochter. Die Familie habe Amys Asche in einem Fluss in Argentinien verstreut, so Specks: „Wie auch schon die Asche ihrer Großeltern. Und auch der Vater, der jetzt 85 Jahre alt ist, möchte, dass seine Asche einst dort verstreut wird. Dann würde sich ein Kreis schließen, sagt er.“

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