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US-Politiker und UNO fordern Verzicht auf geplante Liveübertragung einer Hinrichtung

Stern ·
US-Politiker und UNO fordern Verzicht auf geplante Liveübertragung einer Hinrichtung

In den USA wächst der Druck auf Verteidigungsminister Pete Hegseth, auf die angekündigte Liveübertragung der Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Attentäters zu verzichten.

US-Vizepräsident JD Vance äußerte am Freitag Zweifel und sagte, er werde sich einen Livestream nicht anschauen.

Republikaner wie auch Demokraten im Kongress erklärten, eine öffentliche Hinrichtung erinnere an autoritäre Regierungen und Extremisten.

Das UN-Menschenrechtskommissariat sprach von einer Art „Folter“.

Hegseth hatte die geplante Liveübertragung von Nidal Hasans Hinrichtung am Donnerstag angekündigt.

Der Attentäter werde von einem militärischen Erschießungskommando hingerichtet, „und wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist“.

Ein Pentagon-Mitarbeiter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Exekution auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas am 3.

Dezember live übertragen werden soll.

Es wäre die erste Hinrichtung durch die US-Armee seit rund 65 Jahren und die erste öffentliche Exekution in den Vereinigten Staaten seit mehr als 90 Jahren.

Vance äußerte Zweifel, ob die Liveübertragung überhaupt stattfinden wird.

Auf die Frage eines AFP-Reporters, wie der Plan mit seinem christlichen Glauben vereinbar sei, antwortete der Vizepräsident: „Wenn es live übertragen wird, werde ich es mir nicht anschauen.“ Präsident Donald Trump kommentierte die Ankündigung des Verteidigungsministers nicht ausdrücklich.

Er sagte lediglich, der Attentäter Hasan sei ein „Wahnsinniger“ und habe die Hinrichtung per Erschießungskommando „verdient“.

Der frühere US-Armeepsychiater Hasan war im Jahr 2013 zum Tode verurteilt worden, weil er in Fort Hood 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt hatte.

Der muslimische US-Bürger palästinensischer Herkunft feuerte nach eigenen Angaben 2009 auf seine Kameraden, weil diese in Afghanistan Krieg gegen andere Muslime führten.

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