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Internationale Pressestimmen: So kommentiert das Ausland das Merz-Desaster bei den Landtagswahlen

Stern ·
Internationale Pressestimmen: So kommentiert das Ausland das Merz-Desaster bei den Landtagswahlen

Mitleid für den Kanzler, Respekt für „Küsten-Barbie“ Schwesig: Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden auch im Ausland kommentiert.

Die CDU verliert das Berliner Rathaus und fliegt in Mecklenburg-Vorpommern ganz aus dem Landtag.

Das Desaster der Kanzlerpartei wird auch im Ausland genau beobachtet.

Viele Medien kommentieren die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und blicken dabei auf die Zukunft von Kanzler Friedrich Merz (CDU): USA „New York Times“ : „Die Mitte-rechts-Partei der Christdemokraten unter Herrn Merz (…) erzielte bei einer Landtagswahl im dünn besiedelten Küstenland Mecklenburg-Vorpommern ihr schlechtestes Ergebnis seit Kriegsende. (…) Die größere Gefahr für Herrn Merz könnte insbesondere in der wachsenden Zahl von Wählern in beiden Regionen liegen, die offenbar der Ansicht sind, dass die Parteien der Mitte nicht mehr den grundlegenden Wandel herbeiführen können, den sie sich wünschen.“ Frankreich „Libération“ : „Kann Merz nach dem Erdbeben in Sachsen-Anhalt am 6.

September das Nachbeben dieses Wochenendes überleben? (…) Ein „Desaster“ laut Merz selbst, der kurz das Wort ergriffen hat.

Er will von einem Rücktritt nichts hören und sieht vor, seine Reformen durchzusetzen, die genauso unbeliebt sind wie er. (…) Dabei glaubt niemand, dass er sich bis zum Ende seiner Amtszeit halten kann.

Am Ende könnte Merz von mangelndem Verlangen nach dem Job gerettet werden.

Man drängelt sich nicht, um seine „Reformen des Sozialstaats“ durchzusetzen.

Kanzler Deutschlands zu sein kommt derzeit einem angekündigten Selbstmord gleich. (…)“ Großbritannien „The Telegraph“ : „Der mitte-rechts stehende CDU -Vorsitzende ist wegen seines Versagens, die angeschlagene deutsche Wirtschaft zu reformieren und den Aufstieg der AfD einzudämmen, unter Rücktrittsdruck geraten.

Mit einer Zustimmungsquote von nur 10 Prozent ist er bei den Wählern und seinen eigenen Parteimitgliedern, die ihn als realitätsfern, unsensibel und arrogant bezeichnen, äußerst unbeliebt.“ Italien „La Stampa“ : „Die Architektin des beeindruckenden Comebacks (der SPD ) in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Frau – eine weitere standhafte Stütze gegen die nationalistische Rechte, die in Deutschland ebenfalls von den Stimmen verärgerter Männer profitiert und deren Aufstieg die Umfragen bis vor Kurzem nicht auf dem Radar hatten.

Manuela Schwesig, von ihren CDU-Gegnern ‚Küsten-Barbie‘ genannt, zerlegte Tag für Tag die fadenscheinigen Wirtschaftskonzepte ihrer AfD-Konkurrenten.

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