Ermittlungen gegen Polizist: Neue Details um veruntreute Hunderttausende Euro bei Polizei
Bei Verkehrskontrollen soll ein Polizist vor allem ausländische Fahrer um Sicherheitsleistungen gebracht haben.
Welche Methoden ihm laut Ermittlern vorgeworfen werden.
Im Falle des Polizisten, der Hunderttausende Euro bei Verkehrskontrollen veruntreut haben soll, sind mehr Details ans Licht gekommen.
Bei den mehr als 150 Kontrollen, die unrechtmäßig abgelaufen sein sollen, soll der Beamte Formulare verfälscht haben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.
Zuerst hatte die „Heilbronner Stimme“ berichtet.
Der Polizist habe bei Kontrollen vorwiegend ausländische Fahrer um Sicherheitsleistungen gebracht.
Er soll dabei unter anderem Null-Beträge in die Formulare eingetragen haben, damit er das vom jeweiligen Lkw-Fahrer erhaltene Geld für sich einbehalten konnte.
Auch soll er Eintragungen im Nachhinein unkenntlich gemacht haben.
In einem Fall soll er sogar einem Lastwagenfahrer mit einer Festnahme gedroht haben.
Deshalb werde ihm auch Nötigung vorgeworfen.
Der Beamte soll innerhalb von rund zweieinhalb Jahren 246.415 Euro behalten haben.
Das Geld soll der Beamte den Angaben nach für „private Zwecke“ verwendet haben.
Die Taten hätten sich zwischen Ende Oktober 2021 und Mitte bis Ende Februar 2024 ereignet.
Anklage erhoben Unstimmigkeiten in einem von Beamten des Präsidiums Heilbronn bearbeiteten Vorgang lösten demnach die Ermittlungen aus.
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