30 Jahre nach der Tat: Ex-Gang-Boss wegen Mordes an US-Rapper Tupac Shakur schuldig gesprochen
30 Jahre nach dem Aufsehen erregenden Mord an dem US-Rapper Tupac Shakur ist ein früherer Bandenchef wegen der Tat verurteilt worden.
Die Geschworenen eines Gerichts in Las Vegas sprachen den früheren Boss der Gang South Side Compton Crips, Duane „Keffe D“ Davis, am Montag (Ortszeit) nach nur wenigen Stunden Beratung wegen Mordes schuldig.
Ihm droht damit lebenslange Haft, das Strafmaß soll am 13.
Oktober verkündet werden.
Davis sei wegen Mordes mit einer tödlichen Waffe schuldig, verkündete ein Mitglied der Jury.
Damit droht dem 63-Jährigen lebenslanges Gefängnis ohne die Möglichkeit einer bedingten Haftentlassung.
Nach dem Schuldspruch wandte Davis sich an Richterin Carli Kierny und kündigte an, in Berufung zu gehen.
Der Mord an Shakur gehört zu den bekanntesten ungelösten Verbrechen in den USA, der mit Spannung erwartete Prozess hatte im August begonnen.
Shakur war im Alter von 25 Jahren in der Glücksspielmetropole Las Vegas im Bundesstaat Nevada erschossen worden.
Der auch als 2Pac bekannte Musiker war eine herausragende Persönlichkeit in der damals tobenden erbitterten Fehde zwischen Hip-Hop-Musikern von der West- und der Ostküste der USA.
Der mit Hits wie „California Love“ und „All Eyez on Me“ bekannt gewordene Shakur wuchs zwar im New Yorker Stadtteil Harlem und in Baltimore an der Ostküste auf.
Er unterzeichnete jedoch einen Vertrag mit der Plattenfirma Death Row Records aus der Westküstenmetropole Los Angeles und wurde rasch zum Inbegriff des kalifornischen „Bad Boy“.
In dem Prozess gegen Davis ging es vor allem um die Fehde zwischen Death Row Records und der von Sean „Diddy“ Combs gegründeten Ostküsten-Plattenfirma Bad Boy Records .
Den Ermittlern zufolge stand Death Row Records unter dem Schutz der Gang Mob Piru.
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