Schockierende Aufnahmen - Kinder mit Sturmhaube gehen auf Raubzug
Bournemouth (England) – Die Aufnahmen wirken wie aus einem Film. Zwei kleine Kinder sind darauf zu sehen: Sie tragen Sturmhauben, rennen über den Gehweg in einen Laden. Dann klauen sie Obst und andere Waren – und laufen zurück zu ihren Eltern, die um die Ecke nach ihrem Raubzug auf sie warten.
Die Videos stammen aus der Überwachungskamera eines Geschäfts in Bournemouth (England), der Erdogan Yigitoglu (52) gehört. Sie zeigen auf erschreckende Weise, wie Kinder dazu „trainiert“ wurden, eiskalt einen Diebstahl zu begehen.
Der „Dailymail“ berichtete Yigitoglu, dass er immer wieder von Dieben heimgesucht werde. Seit 19 Jahren führt er den Laden. Die schockierendste Tat sei die der maskierten Kinder gewesen, die nach ihren Raubzügen zurück zu ihren wartenden Eltern rannten. Einmal will er beobachtet haben, wie eine Mutter lächelte und ihrem Kind nach einem erfolgreichen Fang freudig den Kopf tätschelte.
„Ich kann nicht glauben, dass Sie Ihre Kinder so erziehen. Als Vater fand ich das extrem verstörend. Ich möchte niemals, dass Kinder aufwachsen und denken, Stehlen sei akzeptabel oder etwas, worauf man stolz sein könne“, sagte er der „Dailymail“. „Mein größter Wunsch ist, dass Kindern der Unterschied zwischen Richtig und Falsch beigebracht wird und sie die nötige Unterstützung erhalten, um zu verantwortungsbewussten Mitgliedern der Gemeinschaft heranzuwachsen.“
Bereits seit einigen Jahren postet der Ladenbesitzer die Aufnahmen von Dieben öffentlich. Der Effekt: Etwa die Hälfte der Personen, die seiner Aussage nach in den Videos beim Ladendiebstahl auf frischer Tat ertappt wurden, sei zurückgekehrt, um sich zu entschuldigen und die gestohlenen Waren zu bezahlen.
„Meiner Erfahrung nach hat die Veröffentlichung der Überwachungskameraaufnahmen einen echten Unterschied gemacht. Wir haben festgestellt, dass die Anzahl der Vorfälle zurückgegangen ist, seit wir angefangen haben, die Videos in den sozialen Medien zu teilen.“
Dennoch lebt der Shop-Besitzer in ständiger Sorge. „Wir wollen einfach nur ohne Angst arbeiten können. Manchmal haben wir das Gefühl, nicht richtig atmen zu können, weil wir uns so große Sorgen darüber machen, was als Nächstes passieren könnte.“
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