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Mutmaßlicher IS-Anhänger: Prozess wegen 23-fachen Mordversuchs ausgesetzt

Stern ·
Mutmaßlicher IS-Anhänger: Prozess wegen 23-fachen Mordversuchs ausgesetzt

Er soll mit einem Luftgewehr auf etliche Autos geschossen haben, um Unfälle zu verursachen und „Ungläubige“ zu töten.

Doch vorläufig kann dem 22-Jährigen nicht der Prozess gemacht werden.

Ein Prozess wegen 23-fachen versuchten Mordes kann wegen des Gesundheitszustandes des Angeklagten voraussichtlich erst später stattfinden.

Eigentlich sollte sich der 22-Jährige von Mittwoch an vor dem Landgericht Augsburg verantworten, weil er mit einem Luftgewehr reihenweise auf fahrende Autos geschossen haben soll.

Die Generalstaatsanwaltschaft München geht davon aus, dass der mutmaßliche Sympathisant der Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ (IS) dadurch schwere Unfälle mit möglicherweise auch Toten verursachen wollte.

Letztlich wurde aber niemand verletzt.

Angeklagter hat wegen Chemotherapie Nebenwirkungen Die Strafkammer entschied allerdings, dass der Prozess vorläufig nicht stattfinden kann.

Denn bei dem Beschuldigten wurde vor wenigen Monaten Krebs diagnostiziert.

Derzeit macht er eine Chemotherapie.

Wegen der schweren Nebenwirkungen könne er dem Verfahren nicht folgen, sagte der 22-Jährige dem Richter.

Die Ärztin des Angeklagten bestätigte, dass die Behandlung erhebliche Nebenwirkungen haben könne.

Wie Gerichtssprecher Michael Rauh erläuterte, sei das Verfahren nun ausgesetzt worden.

Zunächst müsse der Abschluss der Chemotherapie abgewartet werden. „Erst wenn die Behandlung sicher abgeschlossen ist, ist wieder von der Verhandlungsfähigkeit auszugehen“, sagte er.

Ende des Jahres oder Anfang 2027 könne das Verfahren dann voraussichtlich neu starten.

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