Lese für den neuen Jahrgang: Umplanen im Winzerland – Oliven statt Wein?
Die Hauptweinlese beginnt in Franken immer früher.
Was das für Säure, Zucker und den Geschmack der Weine bedeutet – und warum Winzer über neue Kulturen nachdenken sollten.
Für die etwa 3.400 Winzer in Franken beginnt in diesen Tagen die Hauptweinlese.
Die Weinwirtschaft kämpft aktuell mit einer Vielzahl von Problemen.
Zum einen wird weniger Alkohol getrunken, und wenn, dann stammen nur vier von zehn bundesweit geleerten Weinflaschen aus Deutschland.
Neben den sinkenden Absätzen steigen die Kosten kontinuierlich etwa für Mindestlohn oder Sprit.
Immer mehr Betriebe geben Flächen auf, andere planen um – und pflanzen vielleicht bald neue Kulturen.
Wie viel Wein produzieren Frankens Winzer jährlich? Nach Angaben des Fränkischen Weinbauverbands werden im Schnitt im Weinanbaugebiet Franken jährlich rund 400.000 Hektoliter Wein erzeugt.
Die Anbaufläche erstreckt sich in etwa von Bamberg bis Aschaffenburg.
Im vergangenen Jahr gab es im Schnitt 72 Hektoliter je Hektar und damit etwa 2 Bocksbeutel je Rebe.
Insgesamt hatte Franken 2025 eine Ertragsrebfläche von rund 6.000 Hektar, 380.771 Hektoliter Wein wurden nach Angaben des Landesamts für Statistik registriert.
Bei knapp 56 Prozent der bayerischen Weinerzeugung handelt es sich um Qualitätswein mit Prädikat.
Die Menge entsprach rund 38 Millionen Litern oder etwas mehr als 50 Millionen Weinflaschen.
Beginnt die Weinlese in diesem Jahr früher als sonst? Ja, und diese Entwicklung ist seit Jahren absehbar.
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