Schluss mit beliebter Tradition? - Reedereien gehen gegen Quietsche-Enten-Trend vor
Kreuzfahrtfans müssen wohl auf einigen Schiffen auf eine lieb gewonnene Tradition verzichten. Mehrere Reedereien bitten ihre Gäste inzwischen, keine Gummienten mehr an Bord zu verstecken. Die kleinen Plastik-Enten sorgen dort zunehmend für Ärger.
Zuletzt wandte sich Marella Cruises laut „Travel+Leisure“ mit einem Hinweis an die Passagiere. In einem Bordschreiben erklärte die Reederei , man möge zwar etwas Persönlichkeit an Bord, die Enten würden die Verantwortlichen inzwischen aber „so langsam in den Wahnsinn treiben“. Gäste sollen deshalb keine Deko-Enten, Spielzeuge oder andere persönliche Gegenstände auf dem Schiff oder in Zielhäfen zurücklassen, berichtet auch TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer).
Nach Angaben von Marella Cruises können die versteckten Gegenstände zu Sicherheitsrisiken werden. Die Crew sammelt sie deshalb ein und entsorgt sie.
Mit dieser Haltung steht die Reederei nicht allein da. Bereits Anfang Juni hatte auch Disney Cruise Line Gäste gebeten, auf das Verstecken von Enten zu verzichten, wie „Cruise Hive“ berichtet.
Der Trend hat sich in den vergangenen Jahren weltweit verbreitet. In der Facebook-Gruppe „Cruising Ducks“ tauschen sich inzwischen fast 330.000 Mitglieder darüber aus. Der Ursprung soll auf die Idee eines kleinen Mädchens in den USA zurückgehen, das zum Spaß Gummienten auf einem Kreuzfahrtschiff versteckte.
Heute versehen Fans die Enten mit einer Notiz, auf der Name, Datum und Schiff stehen. Anschließend werden Fotos der versteckten oder gefundenen Enten in sozialen Netzwerken oder der Gruppe veröffentlicht. Die Figuren dürfen behalten oder erneut versteckt werden. Eine wichtige Regel gilt dabei seit Beginn: Die Ente darf niemals über Bord geworfen werden.
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