Womens Champions League: FC Bayern verspielt 2:0-Führung gegen Manchester City– Spielerinnen von Bengalo irritiert
Die Enttäuschung über den verpassten Sieg zum Start der neuen Saison in der Champions League war bei den Fußballerinnen des FC Bayern groß. »Es ist, glaube ich, selbsterklärend, dass es scheiße ist. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen«, haderte Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic nach dem 2:2 (2:1) gegen Manchester City . »Das erste Tor war schon unnötig, keine Ahnung, was da auch mit dem Pyro war.«
Die Münchnerinnen vergaben im Duell zwischen dem deutschen und dem englischen Meister trotz eines 2:0-Vorsprungs den Sieg. Der Anschlusstreffer, der die Gastgeberinnen beim ersten Pflichtspiel im Sportpark Unterhaching aus dem Tritt brachte, fiel ausgerechnet auf dem Flügel, auf den kurz zuvor Pyrotechnik gezündet worden war. Der entstandene blaue Rauch schien zu irritieren, am Spielfeldrand war auch noch roter Rauch zu sehen.
»Ich denke schon eigentlich, wenn Gegenstände auf dem Platz sind, dass man es unterbrechen muss. Da kam ja auch der Konter über die Seite«, sagte Keeperin Mahmutovic. Sie parierte nach dem 1:2 zunächst einen Strafstoß von Khadija Shaw (62. Minute). Doch im ersten Pflichtspiel der Münchnerinnen im Sportpark Unterhaching erzielte die im Sommer auf die Insel gewechselte deutsche Nationalspielerin Carlotta Wamser (86.) doch noch den Ausgleich für die Engländerinnen.
»Es fühlt sich tatsächlich momentan ein bisschen an wie verlorene drei Punkte«, sagte Nationalmannschaftskapitänin Giulia Gwinn. »Da müssen wir einfach erwachsener spielen und den Sack zumachen.«
Das Bayern-Team von Trainer José Barcala war vor dem diskutablen 1:2-Anschlusstreffer bestens in das Duell gestartet. Nach dem frühen Führungstreffer durch Gwinn (11. Minute) und einem Eigentor von Kerstin Casparij (28.) kam Manchester kurz vor der Pause durch Beth Mead (45.) noch einmal heran – begünstigt durch die Pyro-Aktion.
9 Min Zur Merkliste hinzufügen 9 Min Zur Merkliste hinzufügen meinung meinung • Starfußballerin Popp in der Regionalliga: Das Glück der Absteigerin Eine Kolumne von Danial Montazeri 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Traditionsreiche Wahl: Giulia Gwinn ist Fußballerin des Jahres, Harry Kane gewinnt bei den Männern 3 Min Zur Merkliste hinzufügen 3 Min Zur Merkliste hinzufügen »Da musst du das Spiel einfach unterbrechen«, sagte Bianca Rech, Bayerns Direktorin Frauenfußball, in Richtung der Schiedsrichterin. »Sie lässt weiterlaufen und in dem Moment haben auch schon einige abgeschaltet und dann ist es auch eine kuriose Situation.«
Die Spanierin Olatz Rivera Olmedo beförderte den Rauchtopf eigenhändig vom Rasen. »Dass die Schiedsrichterin dann auch noch selber dahin geht, den Bengalo nimmt und Richtung Fans wirft, das kann ich nicht nachvollziehen«, sagte Rech.
»Das ist eine brenzlige Situation, denn es liegt Feuerwerk auf dem Platz«, sagte ZDF-Kommentatoren Meili Scheidemann. »Die Münchnerinnen sagen, es hätte eigentlich nicht weitergehen dürfen«, so Scheidemann weiter. Der Treffer wurde überprüft, blieb aber bestehen.
Für die Bayern, die als einzige deutsche Mannschaft an der Champions League teilnehmen, steht bereits in der kommenden Woche bei Benfica Lissabon das erste Auswärtsspiel an.
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