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Uefa denkt über Anklage nach - Fifa übernimmt Infantinos Anwaltskosten

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Uefa denkt über Anklage nach - Fifa übernimmt Infantinos Anwaltskosten

Die Uefa plant wegen des geplatzten WM-Investorendeals ein Strafverfahren gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino (56). Die Kosten für seine juristische Verteidigung soll nach Informationen von „The Athletic“ trotzdem der Fußball-Weltverband übernehmen.

Dabei richten sich die Vorwürfe der Uefa ausschließlich gegen Infantino persönlich – und nicht gegen die Fifa. Wieso will der Verband dann trotzdem für seinen Rechtsbeistand aufkommen? Der Grund: Infantino habe bei dem umstrittenen Geschäft im Namen der Organisation und in seiner Funktion als Fifa-Präsident gehandelt, heißt es in dem Bericht.

Im Mittelpunkt des Streits steht die inzwischen aufgegebene „Fifa Forward Enterprise“ (FFE). Über das Projekt sollten private Investoren Anteile an den kommerziellen Rechten der Fifa erwerben – darunter auch Rechte an der Fußball -Weltmeisterschaft.

Geplant war unter anderem der Verkauf eines 20-Prozent-Anteils für 4,2 Milliarden Dollar an Thrive Eternal, das Unternehmen von Joshua Kushner (41) , dem Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared. Die Uefa hält diese Bewertung für deutlich zu niedrig und deutet an, dass der Preis von Infantino zu seinem eigenen Vorteil vorangetrieben wurde. Nach Ansicht ihrer Anwälte sei der Preis weder durch ein offenes, wettbewerbliches Verfahren noch durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt worden.

Die Uefa prüft deshalb ein mögliches Strafverfahren in der Schweiz. Um Beweismittel zu sichern, hat der europäische Verband zudem in den USA mehrere rechtliche Schritte gegen beteiligte Unternehmen und Personen eingeleitet.

Mit dem Verfahren will die Uefa auf juristischem Weg den Sturz von Infantino herbeiführen. Im Falle einer Verurteilung könnte Infantino der Uefa zufolge sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren drohen. Der Fifa-Präsident gab den Verkaufsplan der WM nach heftiger Kritik führender Vertreter des Weltfußballs, darunter auch der Uefa, am 1. August auf.

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