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Tierschmuggel: Giftschlangen in Shampoo-Flaschen, Echsen in Socken

Stern ·
Tierschmuggel: Giftschlangen in Shampoo-Flaschen, Echsen in Socken

Man weiß nie, was man findet: Für Zollbeamte birgt der Blick in die Koffer von Reisenden oft Überraschungen - lebende Giftschlangen und Echsen, auch mal ein Bärenfell.

Und ein Leopardenschädel.

Giftschlangen, Vogelspinnen, ein Schwarzbärenfell mit ausgestopftem Kopf und ein Leopardenschädel: Die meisten Menschen dürften sich darüber wundern, was der Zoll in Koffern von Reisenden zutage fördert.

Am Flughafen Köln/Bonn haben Zollbeamte mehr als 90 Giftschlangen und seltene Echsen im Koffer eines mexikanischen Feuerwehrmanns entdeckt - in Shampoo-Flaschen und Socken.

Gegen den 45-Jährigen werde ermittelt, die Bundespolizei habe ihm die Einreise verweigert, sagte der Sprecher des Hauptzollamtes Köln , Jens Ahland.

Die exotischen Tiere kamen auf eine Schlangenfarm bei Braunschweig.

Auch in Niedersachsen und Bremen decken Zollbeamte Fälle mit lebenden Tieren oder Produkten aus Tieren auf.

Insgesamt fanden die Beamten 37 Giftschlangen - vor allem Vipern und Klapperschlangen - sowie 55 Echsen, darunter Stachelleguane, Salamander und Baumschleichen.

Einige der Arten seien vom Aussterben bedroht und streng geschützt, vor allem aber selten, sagte der Sprecher des Hauptzollamtes Köln.

Ahland betonte: „In der Dimension haben wir das hier noch nicht erlebt.“ Zoll Bremen stellt regelmäßig Tiere ohne Anmeldung fest Tiere beschäftigen auch in Niedersachsen und Bremen den Zoll: Beim Hauptzollamt Bremen werden im Rahmen von Einreisekontrollen regelmäßig Haustiere, überwiegend Hunde , ohne Zollanmeldung und ohne die erforderlichen Gesundheitspapiere festgestellt. „In diesem Jahr betraf dies bisher insgesamt sieben Hunde und eine Katze, überwiegend bei Reisenden aus der Türkei“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Bremen.

Einfuhren von lebenden, geschützten Tieren seien in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht festgestellt worden.

Hunde, Schlangen - und ein Bärenfell Das Hauptzollamt Braunschweig verwies auf sechs Fälle mit lebenden Tieren in den Jahren 2023, 2025 und 2026: An der Autobahn 2 wurden Anfang August des laufenden Jahres vier Dackelwelpen entdeckt, Anfang Juni waren es vier Katzen und zwei Hunde, Anfang Mai 14 Dackelwelpen und zwei tragende Muttertiere - allein 13 Welpen steckten in einer Taubentransportbox unter dem Gepäck.

Eine Amtstierärztin sagte dazu: „Die Welpen waren in der Box unter widrigsten Bedingungen zusammengestopft.

Unter den Gepäckstücken war die Luftzirkulation unzureichend.

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