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Kultur

Kampfmittelbeseitigung: Im Berliner Boden stecken noch Tausende Blindgänger

Stern ·
Kampfmittelbeseitigung: Im Berliner Boden stecken noch Tausende Blindgänger

Nach der Bombenentschärfung ist vor der Bombenentschärfung: Noch Tausende Weltkriegs-Blindgänger gibt es laut Senatsverwaltung im Boden der Hauptstadt.

Nach der Entschärfung einer 100 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe in Neukölln können Berlinerinnen und Berliner nur vorübergehend aufatmen.

Im Boden der Hauptstadt stecken noch bis zu 4.600 weitere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auf Anfrage mitteilte. „Hinzu kommen weitere Kampfmittel, insbesondere Infanteriemunition, zu deren Menge keine Schätzungen vorliegen.“ Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis wieder ein solcher Sprengsatz entdeckt wird.

Gefunden werden die Bomben entweder durch Zufall, etwa bei Tiefbauarbeiten, oder bei gezielten Suchen wie gestern in Neukölln.

Sie müssen dann unschädlich gemacht werden, denn auch Jahrzehnte nach Kriegsende geht von ihnen eine Gefahr aus.

Im dicht besiedelten Berlin werden die Bomben in der Regel entschärft.

Dafür werden Sperrkreise eingerichtet, von denen schnell Tausende Menschen betroffen sind. Über Stunden müssen sie dann ihre Wohnungen verlassen, bis der Sprengsatz entschärft wird.

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