„Macht alles falsch“ - Italien-Presse schießt gegen Woltemade
Harte Worte nach gerade einmal zwei Joker-Einsätzen ... Die italienische Presse geht mit dem deutschen Stürmer Nick Woltemade (24) schon kurz nach seinem Wechsel zu Juventus Turin hart ins Gericht.
So schreibt die Tageszeitung „ Gazzetta dello Sport “ in einer Analyse der Juve-Pleite bei Sassuolo (2:3): „Woltemade hat offensichtlich große Probleme, sich in die Team-Dynamik zu integrieren. Er hat versucht, sein Bestes zu geben. Aber in den entscheidenden Momenten fehlt ihm die Klarheit in seinen Aktionen, was insbesondere in diesen Spielen, wo jede Aktion entscheidend sein kann, auffällt.“ Sowohl der deutsche Stürmer als auch sein französischer Offensiv-Teamkollege Randal Kolo Muani (27) hätten es bisher nicht geschafft, „einen Unterschied zu machen“.
Woltemade hatte sowohl in seinem ersten Einsatz gegen die AC Mailand (1:1) als auch beim Spiel gegen Sassuolo jeweils eine Großchance, die er nicht verwerten konnte. Fazit der „Gazzetta“: „Woltemade vergibt: Dem Deutschen fehlt es an Präzision, und er macht alles falsch.“
Die Kritik scheint reichlich hart, wenn man bedenkt, dass die Leihe des Deutschen von Newcastle United in die Serie A erst am letzten Tag des Transferfensters zustande kam. Woltemade ist erst seit zwei Wochen im Team, hat gegen Milan 16 Minuten und gegen Sassuolo 30 Minuten auf dem Platz gestanden.
Juve ist nach vier Spieltagen mit sieben Punkten Tabellen-Achter. Besonders die Offensiv-Abteilung bereitet den Fans Sorgen. Die „Gazzetta“ schreibt über Woltemade und Kolo Muani: „Vier Spiele und kein einziges Tor, dazu diverse Szenen, die bei Fans der Konkurrenz schnell als spöttische Social-Media-Clips die Runde machten. Ungeschickte Ballannahmen, missglückte Hackentricks, die beim Gegner landeten, und – was besonders schwer wiegt – kaum gefährliche Torchancen. Nein, so kann es nicht weitergehen. Der Angriff von Juventus funktioniert nicht.“
Auch der „Corriere dello Sport“ rechnet mit den neuen Stars der „alten Dame“ ab: „Wie ärgerlich ist es, wenn sich ausgerechnet die Neuzugänge, denen man monatelang hinterhergejagt ist (und für die man viel zu viel bezahlt hat), als die größten Enttäuschungen der Truppe erweisen? Die Rede ist von Kolo Muani, Woltemade (auch wenn er erst wenige Minuten hatte und man noch abwarten muss), Alajbegovic und Lucumi.“
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