Mittwoch, 19. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Gesoffen, gepöbelt, Flug annuliert - Dieser Mann hat 300 Menschen den Urlaub ruiniert

Bild ·
Gesoffen, gepöbelt, Flug annuliert - Dieser Mann hat 300 Menschen den Urlaub ruiniert

Manchester (Großbritannien) – Die Passagiere freuten sich schon auf Ferien in der Sonne. Aber wegen eines pöbelnden Betrunkenen schaffte es der Urlaubsflieger nur bis zur Startbahn am Flughafen in Manchester. Jetzt stand der Randale-Passagier vor Gericht.

Am 22. Juni 2024 sollte die Maschine der Billigairline Jet2 von Manchester nach Dalaman (Türkei) fliegen. An Bord: gut 300 Passagiere, darunter Jason M. (57) und seine Frau. Wie „Manchester Evening News“ berichtet, machte die Gattin eine Bemerkung über den Akzent eines Mitreisenden. Ihr Mann soll sich eingemischt haben, wurde lauter, verlangte nach Alkohol. Als er immer weiter schrie, teilten die Flugbegleiter dem Paar mit, dass sie keinen Alkohol bekämen. Wie vor Gericht verlesen wurde, reagierte Jason M. „aggressiv und wütend“, wollte weiter Alkohol – schließlich sei man im Urlaub. Als der Kapitän mit einem Verweis aus dem Flieger drohte, gab das Paar vorerst nach.

Laut Staatsanwältin Betsy Hindle dauerte die Ruhe nur so lange, bis das Flugzeug Richtung Startbahn rollte: M. soll eine Flugbegleiterin (20) angeschrien haben, sie sei eine „verdammte Nazi und Schlampe“. Der Betrunkene weiter: „Heutzutage darf man niemanden mehr Arschloch nennen, selbst wenn er sich danebenbenimmt. Wenn ich dich Arschloch nennen will, dann tue ich das.“ Der Kapitän entschied: Abbruch, der Flieger kehrte zum Gate zurück, die Polizei wurde verständigt. Als die Beamten dem Randale-Urlauber mitteilten, dass er eine Straftat begangen habe, soll er gesagt haben: „Ach, verpisst euch! Ich kann sagen, was ich will, wir leben in einem freien Land. Wenn ich euch für Nazis halte, sage ich es euch.“

Der Flug wurde gestrichen. Die betroffenen Passagiere mussten untergebracht und versorgt werden. Richterin Elizabeth Nicholls: „Allein Ihr Verhalten war für den Ausfall des Fluges an diesem Tag verantwortlich. (…) Sie haben den Urlaub aller anderen Passagiere dieses Fluges ruiniert oder möglicherweise ruiniert.“ Und weiter: „Was Sie getan haben, war, ehrlich gesagt, verabscheuungswürdig. Es hat Chaos und Leid für eine große Anzahl von Menschen verursacht. Ich hoffe, Sie verstehen nun die Konsequenzen Ihres Verhaltens.“

Der Angeklagte äußerte sich nach Medienberichten offenbar nicht zu den Vorwürfen. Seine Verteidigerin führte aus, dass M. bei den Streitkräften war und er „Alkohol zur Selbstmedikation“ nutzte. Eigentlich sei der Angeklagte verantwortungsbewusst, die Ausraster seien rein verbal. M. wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 120 Tage lang auf Alkohol verzichten, 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, 500 Pfund Gerichtskosten zahlen. Eine Zivilklage von Jet2 über 44.710 Pfund (rund 52.220 Euro) ist noch anhängig. M. erhielt von der Airline ein lebenslanges Flugverbot.

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›