▶︎ Er schluchzte immer wieder - Emotionaler Tränen-Abschied von Krösche
Frankfurt – „Ich war in den letzten Jahren ein Eintrachtler und ich werde immer ein Eintrachtler bleiben. Das ist das, was wichtig ist!“ Langer, tobender Applaus und Standing Ovations begleiten die letzten offiziellen Worte vom scheidenden Sport-Vorstand Markus Krösche (46). Am Montag verabschiedete er sich unter Tränen auf der Eintracht-Mitgliederversammlung in der Frankfurter Jahrhunderthalle von den Anhängern. Auch seine Frau Viktoria war anwesend.
Noch bevor er die ersten Worte sagte, seufzte Krösche tief auf. Und auch danach merkt jeder, wie bewegend dieser Moment für Krösche ist. Immer wieder stockt seine Stimme, und immer wieder wird seine Rede von Applaus unterbrochen. Kein Wunder, schließlich hat er über fünf Jahre bei Eintracht verbracht und in dieser Zeit den Verein auf ein neues Level gehoben. Stichwort Euro-League-Sieg 2022 und zweimalige Teilnahme an der Champions League.
Krösche sagt über seinen Abschied: „Ich bin ein relativ kühler Typ, der sehr rational ist. Aber die letzten Tage waren nicht einfach. Ich wusste, dass wir uns am Sonntag trennen. Dann stand ich da am Freitag gegen Köln im Stadion und wusste, dass es mein letztes Eintracht-Spiel sein wird. Das war für mich natürlich extrem emotional.“ Bei dieser Aussage kamen ihm wieder die Tränen.
Danach erklärt er die Gründe für sein Ausscheiden. „Ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken über meine Arbeit und den Anspruch an meine Arbeit gemacht. Ich habe lange darüber nachgedacht und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht mehr den besten Job machen kann. Dass ich nicht mehr das Beste für Eintracht Frankfurt machen kann.“
Weiter: „Als Sport-Vorstand von Eintracht Frankfurt brauchst du natürlich eine gewisse Antriebskraft und Power. Und das Gefühl hatte ich einfach nicht mehr zu 100 Prozent. Deswegen war es für mich auch eine ganz klare Konsequenz, auf den Hauptausschuss zuzugehen, ihnen meine Gedanken und meine Gefühle mitzuteilen und ihnen vorzuschlagen, dass wir getrennte Wege gehen.“
Abschließend sagt Krösche in Richtung der Fans: „Als Letztes möchte ich euch danken. Es war eine besondere Reise. Es war ein besonderer Weg. Ihr habt mir sehr, sehr viel gegeben. Wenn ich an die Europa League 2022 denke, an Barcelona, an all diese Erlebnisse, an Sevilla, an das Champions-League-Achtelfinale und das Pokalfinale denke: Ihr habt mir so viel gegeben! Zudem habt ihr mir gezeigt, was es bedeutet, ein Traditionsklub zu sein und was der schaffen kann.“ Applaus unterbricht ihn. Dann sagt er: „Das hat mir so viel gegeben, dafür bin ich extrem dankbar. Es war eine unglaubliche Zeit!“
Präsident und Aufsichtsrats-Boss Mathias Beck (55), der die Abschiedsrede von Krösche einleitete, sagte: „Markus war es wichtig, die Gründe hier auf der Mitgliederversammlung den Mitgliedern und Fans persönlich darzulegen und sich zu verabschieden, anstatt dies einfach in einem Medienstatement zu tun. Das hat wirklich eine große Bedeutung. Davor habe ich ehrlich gesagt den allergrößten Respekt.“
Auch Trainer Adi Hütter (56) würdigte den scheidenden Sport-Vorstand und sagte: „Markus, Deine Rede hat mich sehr bewegt.
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