Welternährungstag: Hungerkrisen: Afrika fällt weiter zurück
Weltweit geht die Unterernährung leicht zurück, doch in Afrika verschlechtert sich die Lage.
Besonders im Sudan, in Nigeria und im Kongo ist die Not groß.
Zugleich wird internationale Hilfe knapper.
Der Kampf gegen den Hunger kommt weltweit kaum noch voran.
In Afrika südlich der Sahara hat sich die Lage seit 2018 sogar verschlechtert.
Sieben der acht Länder mit einer alarmierenden Hungersituation liegen dort, ebenso die drei größten erfassten akuten Ernährungskrisen weltweit.
Das zeigen zwei Berichte von Hilfsorganisationen zum Welternährungstag am 16.
Oktober. „Wer heute bei der Überwindung des Hungers und der Krisenvorsorge spart, riskiert morgen noch größere humanitäre Katastrophen und weitere Instabilität“, sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe , Mathias Mogge.
Die Bundesregierung müsse die Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe zurücknehmen und Ernährungssicherheit zum festen Bestandteil ihrer Politik machen. „Die aktuellen Hungerzahlen sind ein klares Alarmsignal“, teilte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) mit.
Es zeige, dass Hunger mit Kriegen und Konflikten zusammenhänge, aber auch ein lösbares Problem sei.
Zwei Drittel der akuten Hungerkrisen in zehn Ländern Der von der Welthungerhilfe und zwei Partnerorganisationen veröffentlichte Welthunger-Index stieg im Vergleich zum Referenzjahr 2018 von 17,6 auf 18,1 Punkte.
Damit hat sich die Hungersituation weltweit erstmals in der bis 2000 zurückreichenden Datenreihe wieder verschlechtert.
In 32 Ländern nahm der Hunger seit 2018 zu, in 20 weiteren gab es kaum Fortschritte.
Afrika südlich der Sahara weist den höchsten Indexwert aller Weltregionen auf.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.