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Statt Spaten - Schlüpfer-Trick zeigt, wie gesund Ihr Garten ist

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Statt Spaten - Schlüpfer-Trick zeigt, wie gesund Ihr Garten ist

Zürich – 1000 Freiwillige vergruben in der Schweiz mehr als 2000 Baumwoll-Unterhosen für mehrere Wochen. Ziel des unkonventionellen Projekts: die Aktivität von Bodenlebewesen besser verstehen und testen, welche Böden die besten sind. Denn: Je stärker eine Unterhose zersetzt ist, desto aktiver das Bodenleben.

Die Theorie hinter dem Projekt ist, dass Regenwürmer, Pilze, Bakterien und andere Mikroorganismen die Baumwolle nach und nach abbauen. Besonders überraschend: Die höchste Aktivität von Organismen fanden die Forscher in Privatgärten . Dort zersetzten sich die Unterhosen am stärksten. Rasenflächen schnitten dagegen am schlechtesten ab, Äcker und Wiesen lagen dazwischen, so das Ergebnis des Projekts von Universität Zürich und Agroscope.

Die Studie zeigt außerdem: Wie man den Boden nutzt, ist oft wichtiger als seine natürliche Beschaffenheit. Wer seinen Garten pflegt, etwa mit Kompost, vielfältiger Bepflanzung und weniger Chemie, hat oft einen besseren Boden. Je nach Standort sahen die Forscher völlig unterschiedliche Ergebnisse. Einige Unterhosen waren selbst nach Monaten nur leicht angegriffen, andere fast vollständig zersetzt.

Den „Unterhosen-Index“ kann man auch zu Hause nutzen, um die Bodengesundheit zu testen. So gehts: Vergraben Sie dafür zwei Baumwoll-Unterhosen: eine im eigenen Garten, eine zweite in einem möglichst nährstoffarmen Kontrollboden in der Nähe, etwa im sandigen oder steinigen Boden. Nach sechs Wochen folgt der Vergleich. „Ist die Unterhose im Garten deutlich stärker zersetzt, spricht das für einen gesunden, lebendigen Boden“, erklärt Forscher Marcel van der Heijden gegenüber BILD. Der Versuch kann auch im August noch gestartet werden. Wird es allerdings zu kalt oder zu trocken, ist Schluss: „Dann sind die Mikroorganismen kaum noch aktiv, und die Unterhosen werden nicht mehr abgebaut“, sagt der Forscher. Am besten sei ein Versuchsstart im Frühsommer.

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