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Deutscher Frauenfußball im Wandel

Deutsche Welle ·

Zum Interview auf dem DFB-Campus in Frankfurt kommt Celia Sasic nicht alleine. Die Vizepräsidentin des Deutschen Fußball-Bundes hat ihre kleine Tochter dabei - und ihre Mutter zur Unterstützung.

Die 38-Jährige zählt zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Frauenfußball. Sie wurde mit der DFB-Auswahl zweimal Europameister und gewann 2025 mit Frankfurt die Champions League. Seit 2022 ist Sasic nun schon für Diversität und Vielfalt beim größten Fußballverband der Welt zuständig. Und seitdem hat sich einiges geändert.

Sasic hat den Frauenfußball erfolgreich mehr in den Mittelpunkt der Führungsetagen gerückt. "Wir haben das Thema fokussiert, neue Strukturen aufgesetzt, so dass es jetzt einen eigenverantwortlichen Bereich mit einer Sport-Direktion gibt", sagt die 38-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Welle (DW).

"In meinen Augen ist es wichtig, dass es ganz klare Verantwortlichkeiten für die Entwicklung und Professionalisierung dieser Sportart gibt." Denn hier, so die DFB-Funktionärin, stecke noch sehr viel Potential drin.

Und die Struktur-Veränderungen zeigen Wirkung. In den vergangenen sechs Jahren sind die Investitionen der deutschen Profiklubs in den Frauenfußball laut DFB um 135 Prozent gestiegen. Zudem ist die Zahl der Mädchen in Deutschland, die Fußballspielen wollen, seit 2022 um rund 30 Prozent gestiegen.

"Ich glaube, dass es wichtig ist, dass [Frauenfußball] in den Lizenzklubs gesehen wird. Und es wird immer mehr gesehen, so dass die Rahmenbedingungen angepasst werden müssen", sagt Sasic. "Und wir stellen fest, dass wenn wir dem Spiel den richtigen Rahmen zur Verfügung stellen, dort ein großes Wachstumspotential drinsteckt."

Ein Beleg? Das meistgesehene Fußballspiel einer deutschen Mannschaft 2025 war das Halbfinale der Frauen-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Spanien.

Das Duell erreichte rund 14,26 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den TV-Bildschirmen - und einen Marktanteil von rund 57,6 Prozent. Zum Vergleich: Das Länderspiel der Männer gegen Portugal im Nations-League-Halbfinale kam "nur" auf eine Quote von rund 10 Millionen.

Das sei ein ganz großer Wert, den es auszubauen gelte, freut sich die Doppel-Europameisterin von 2009 und 2013. "Das hat eine wahnsinnige Bedeutung für uns als Gesellschaft und Strahlkraft nach Außen", so die 38-Jährige.

Dies seien genau die Kernthemen, die sie beim DFB vertrete. "Da sind Frauen, die spielen Fußball, die spielen für uns als Nationalmannschaft und die begeistern uns in dem Maße, dass wir millionenfach deren Spiele anschauen."

Die ehemalige Nationalspielerin ist sichtlich stolz, denn lange Zeit wurde der Frauenfußball in Deutschland belächelt und nicht richtig ernst genommen. "Ich hatte keine Wahl, ich musste Männer als Vorbilder nehmen", erinnert sich Sasic. "Mein großes Vorbild war Zinedine Zidan. Es hingen Poster von Figo, Beckham oder Michael Ballack in meinem Zimmer."

Poster von Frauen hätte es damals gar nicht gegeben, doch das sei mittlerweile anders.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

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