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Benzinpreise steigen immer weiter - „Man wird von der Regierung abgezogen“

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Benzinpreise steigen immer weiter - „Man wird von der Regierung abgezogen“

Berlin – Die Preise steigen – und es ist kein Ende in Sicht. An den Zapfsäulen in Deutschland macht sich die Sprit-Wut breit! An vielen Tankstellen kostete der Liter Benzin am Montagmorgen deutlich mehr als 2,30 Euro. Für Millionen Autofahrer wird jeder Tankstopp zur teuren Belastungsprobe. Und mit jedem Cent mehr wächst auch die Wut.

Im Roten Meer sorgen die Huthis für neues Öl-Chaos , gleichzeitig bleibt die wichtige Straße von Hormus dicht. Die Folgen spüren Autofahrer direkt an der Zapfsäule: Laut ADAC kostete Diesel am Montag im Schnitt 2,42 Euro, Super E10 lag bei 2,29 Euro. Vor einem Jahr waren es noch 1,59 Euro für Diesel und 1,67 Euro für E10. BILD machte am Morgen den Tankstellen-Check und traf bundesweit auf frustrierte Autofahrer.

Ramona Santha (46), Hauswirtschafterin, zu BILD: „Es ist einfach nur noch traurig, wie man an der Zapfsäule von der Regierung abgezogen wird. Vor allem wenn man wenig verdient. Mein Mann muss täglich 80 Kilometer zur Arbeit und zurück. Wir müssen jeden Cent mehrfach umdrehen.“

Christopher Klaus (36), Bankkaufmann: „Für Leute, die auf das Auto angewiesen sind und weite Strecken fahren müssen, sind die hohen Spritpreise besonders schlimm. Man fragt sich schon, wie das alles noch weitergehen soll und wie sehr die Inflation wieder steigen könnte.“

Beatrix Helm (61), Verkäuferin : „Bei diesen Spritpreisen fühlt man sich total beschissen. Vor allem, wenn man arbeitet und nicht weiß, wie viel Geld am Ende des Monats noch bleibt. Man muss sich immer mehr einschränken. Und ich frage mich, warum Diesel und Benzin in anderen Ländern weniger kostet.“

Auch an der Aral-Tankstelle in Berlin-Kreuzberg wird über die Preise nur noch mit Kopfschütteln gesprochen. Dort gab es Super E10 für 2,26 Euro pro Liter.

Mihriban (41), Erzieherin: „Als Erzieherin verdient man ja auch nicht die Welt. Ich bin zweifache Mutter. Man guckt, dass man tankt, wenn es gerade einigermaßen günstig ist. Spät abends zum Beispiel, oder in der Früh. Ich bin auf das Auto angewiesen, muss meine Kinder in die Kita bringen, kann da keine Öffis nutzen.“

An der Aral-Tankstelle am Bonner Verteiler in Köln kostete der Liter Diesel 2,38 Euro, Super E10 2,26 Euro, Super 2,32 Euro und Super Plus sogar 2,46 Euro (Stand: 8 Uhr).

Fabio Ananou (31): „Es ist zum Glück ein Firmenfahrzeug und nicht mein Privatwagen. Trotzdem sind die Preise schon sehr hoch. Man denkt ja auch an die Firma. Ich werde demnächst mehr auf die Uhrzeit achten, um den perfekten Zeitpunkt zum Tanken zu treffen. Im Fuhrpark achten wir schon darauf, mit welchem Auto wir unterwegs sind. Es gibt Kollegen, die sich Gedanken darüber machen, sich ein E-Auto anzuschaffen.“ Er zahlte 27,69 Euro für 11,59 Liter.

Im Hamburger Stadtteil Stadtteil Groß Borstel kostete der Liter Diesel 2,399 Euro. Für Super E10 wurden 2,249 Euro fällig, Super 95 lag bei 2,399 Euro und Super Plus bei 2,419 Euro (Stand: 8 Uhr).

Kemal Gezer (60) aus Hamburg: „Ich habe Diesel für 10 Euro in meinen Mercedes getankt. Mehr kann ich nicht. Die Preise sind der reine Wahnsinn. Was macht die Regierung? Sie duckt sich weg.

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