Terrorverdacht?: Gefährdertrio soll Anschlag geplant haben - GBA prüft Fall
Laut Staatsschutz waren die Anschlagspläne durchaus ernstzunehmen.
Spezialkräfte nahmen daher in Unna und Hagen drei Männer in Gewahrsam, mussten aber zwei laufen lassen.
So ist der Stand der Dinge.
Eine Woche nach der Festnahme von drei Männern in Unna und Hagen wegen mutmaßlicher islamistischer Anschlagspläne prüft die Bundesanwaltschaft die Übernahme der Ermittlungen.
Die zuständigen Stellen untersuchten derzeit, ob ein Strafverfahren wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung eröffnet werden könne, berichtete der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) im Innenausschuss.
Im Raum stehe auch ein mögliches Verfahren wegen Anstiftung zu einem Verbrechen. „Der Ball liegt aktuell beim Generalbundesanwalt“, sagte Reul.
Innenminister: Behörden verhüteten Schlimmeres Am 1.
Oktober hatten Spezialkräfte drei Männer in Hagen und Unna festgenommen.
Anlass sei der Verdacht gewesen, die drei planten einen Terroranschlag, sagte Reul weiter.
Durch die Arbeit der Sicherheitsbehörden und den Zugriff sei „mutmaßlich Schlimmeres verhütet worden“, erklärte Reul, ohne konkret auf die Pläne einzugehen.
Man habe davon ausgehen müssen, dass ein Anschlag zwar nicht unmittelbar bevorstand, aber doch „in zeitlicher und örtlicher Nähe konkretisiert werden konnte“, ergänzte Markus Gemünd, Leiter der Staatsschutzabteilung im Innenministerium.
Nur einer von dreien weiter in Gewahrsam Zur Gefahrenabwehr hatte die Polizei schließlich für alle drei eine längerfristige Unterbringung im Polizeigewahrsam beantragt.
Auf Geheiß des zuständigen Amtsgerichts seien die beiden Syrer aus Hagen (20 und 24 Jahre alt) aber auf freien Fuß gesetzt worden, während sich der 33-jährige Deutsche aus Unna weiter in Gewahrsam befinde.
Der Staatsschutz habe aber weiter ein „Auge auf die Beteiligten“, so Reul.
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