Thüringer Landtag: Wohl nur AfD-Stimmen für Höcke-Kandidatur im Landtag
Die AfD-Fraktion geht mit einem Misstrauensvotum gegen Thüringens Regierungschef Mario Voigt vor.
Wie die Fraktionen dazu stehen - und warum Björn Höcke eher wenig Chancen auf das Amt hat.
Die Chancen von AfD-Fraktionschef Björn Höcke , bei dem geplanten Misstrauensvotum im Landtag zu Thüringens Ministerpräsident gewählt zu werden, scheinen gering.
Höcke will sich nach Angaben seiner Fraktion zur Wahl als Ministerpräsident stellen - nur so könnte der Landtag nach der Verfassung Amtsinhaber Mario Voigt (CDU) sein Misstrauen aussprechen.
Die Fraktionen von CDU, BSW und SPD sowie die oppositionelle Linke machten kurz vor der Landtagssitzung deutlich, dass sie Höcke keine Stimme geben werden.
Das Misstrauensvotum der AfD ist für Freitag geplant.
Rechtsaußen Höcke bräuchte für seine Wahl 45 Stimmen, seine Fraktion hat 32.
Das konstruktive Misstrauensvotum gilt als Test dafür, ob Voigts Brombeer-Koalition hinter ihm steht.
Eine Nagelprobe ist die Abstimmung vor allem für das BSW, nachdem zwei Vertreter des Wagenknecht-Lagers zwar nicht die Regierungskoalition, aber Voigt infrage stellten.
Grund ist die Aberkennung seines Doktortitels, auch der Widerspruch Voigts dagegen wurde von der TU Chemnitz abgelehnt.
BSW will gegen Höcke stimmen Ein Sprecher der BSW-Fraktion sagte auf Anfrage, Höcke sei mit seinem rassistischen, völkischen und frauenfeindlichen Weltbild nicht wählbar.
Höcke gehe es nur um eine Show-Veranstaltung.
Das BSW werde bei der geheimen Wahl geschlossen mit Nein stimmen.
Bereits im Februar hatte die AfD einen Misstrauensantrag gestellt, Höcke hatte damals 33 Stimmen bekommen.
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