Vor sechs Jahren verschwunden: „Verbrechen wäre das Schlimmste“: Der Stand im Fall Scarlett
Ein Reißverschluss im Fluss könnte neue Hinweise im Fall Scarlett liefern.
Die Suche nach der jungen Frau geht weiter.
Wie ihr Vater das findet, was die Polizei dazu sagt und wo der Fund geprüft wird.
Vor sechs Jahren bricht eine junge Frau zum letzten Abschnitt ihrer Wandertour im Südschwarzwald auf - und kommt nie an ihrem Ziel an.
Die damals 26-jährige Scarlett Salice aus dem ostwestfälischen Bad Lippspringe plante an jenem Tag, eine Teilstrecke des Schluchtensteigs zurückzulegen.
Eine Überwachungskamera in einem Supermarkt in Todtmoos (Landkreis Waldshut) hält sie ein letztes Mal fest; das war am 10.
September 2020.
Seitdem fehlt von Scarlett jede Spur.
Zwar wurde das eingeleitete Todesermittlungsverfahren rund zweieinhalb Jahre nach dem Verschwinden der Frau wieder eingestellt, weil sich keine Anhaltspunkte für eine Straftat fanden.
Als Vermisstenfall gilt die Angelegenheit jedoch nach wie vor als offen.
Eine Frage beschäftigt Familie, Behörden und ein breites Netzwerk ehrenamtlicher Helfer seit Jahren: Was ist mit Scarlett passiert? Der Vater wünscht sich, dass durch neue Hinweise wenigstens ein Verbrechen ausgeschlossen werden kann. „Wenn man klar rückschließen könnte, hier ist sie abgestürzt, dann könnte man alle Verbrechenstheorien ausschließen“, sagte Ralf Salice im Podcast „BZ am Ohr“ der „Badischen Zeitung“.
Das wäre für ihn zumindest ein gewisser Trost - denn „ein Verbrechen wäre das Schlimmste“.
Ein Reißverschluss weckt neue Hoffnung Zuletzt sorgte ein Fund für Bewegung: Ehrenamtliche Helfer entdeckten in einem trockengefallenen Abschnitt der Wehra einen Reißverschluss, der zu Scarletts Rucksack gehört haben könnte.
Das Landeskriminalamt untersucht das Stück - mit einem Ergebnis rechnet die Polizei womöglich erst in einigen Wochen.
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